Kommentar zu „Tom Clancy’s The Division“

Beim Standard: ‚Unter „Soldaten“ stelle ich mir etwas deutlich anderes vor ^^ Mein erster Eindruck nach etwa fünf Stunden Gesamtspielzeit: im AAA-Bereich hat es inhaltlich kein fragwürdigeres Spiel je gegeben. Anders als bei einem „Condemned“ wird die Gewalt gegen

Obdachlose usw. nur doppelmoralisch ausgeblendet, aber dafür keineswegs dass hier eine „Law & Order“-Fraktion gegen in erster Linie Kriminelle kämpft. Ich glaube nicht, dass mir die restliche Fiktion das noch ausreden wird können
Das schwedische Spiel ist offensichtlich von der US-Nationalgarde und deren mitunter seltsamen Eigenheiten einer Miliz inspiriert. Es handelt sich daher um der Welt ersten kommerziellen „Bürgerwehr“-Simulator. „Zeitgemäß“ zu den ganzen Wutbürgern auf YouTube und Co.
Als „Frau“ werde ich im Spiel zudem als „Nutte“ und sonst was beschimpft. Dass gerade das alles da nicht „kritisiert“ wird, sonst plakativ Kritik an Images mit eingebildeter Gender/Diversity-Solidarität geübt wurde, zeigt welch Geistes Kinder hier sind.‘

Die neue „Liberalität“ eines individualistischen Lifestyle/Do-It-Yourself-„Militärs“: das Spiel stellt etwa frei, ob uniformiert – oder doch lieber in Jeans – Recht und Ordnung in der Welt unter Vorwand einer Endzeit(stimmung) „wiederhergestellt“ werden soll, während das Radio verschwörungstheoretische Sentimente bemüht – verbrämt mit „yes, we can“ und „we’re the 99%“-Atttitüden, bekannt seit der Wirtschaftskrise von 2008. Abgesehen von snowdenesker Propaganda à la „Watch Dogs“ – vergleiche den damaligen Artikel von John Gaudiosi auf Fortune.

Den durchsichtig veröffentlichten, redaktionellen Meinungen scheint das schon zu reichen, dass das Spiel damit nicht als „militarisierend“ gilt. Gewissermaßen ein „Hurra-Patriotismus“ der Sozialität einer anderen Art: Kommunitarismus bei der Arbeit…

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