Warum Lord Sterling immer nur jene „kritisiert“, die ohnehin nichts oder nur wenig haben

Beim Standard: ‚Jim

Sterling ist eine der übelsten Figuren welche Videospiele bislang hervorgebracht haben. Und bei ihm gilt irgendwie auch nicht, dass es sich nur um eine Kunstfigur handelt
Sein Zynismus, seine Überheblichkeit und schlichte Menschenverachtung suchen vielfach ihresgleichen – sind, besonders perfid, meistens aber sogar noch typischerweise reduziert, auf wohl dosierte Geschäftigkeit bedacht. Seine Popularität spricht jedoch für die Brutalität dieser Welt, mit der Bereitschaft nur die eigene Sozialität gelten zu lassen – alles andere auszugrenzen, und sich dabei gleichzeitig noch selbst für „liberal“, „progressiv“ oder „inklusiv“ zu halten.
Im Himmel der Gemeinheiten sitzt Sterling in der Mitte. Anita Sarkeesian zur Linken, Neil Druckmann rechts.‘

Mit drei Repliken: ‚Nichts finde ich daran gut. Genau das ist mein Problem damit: Sterling nutzt das aus um andere vorzuführen, anstatt seriöser
Weise sein Wissen um bessere Spiele einzusetzen. Während manche die Negativ-PR aus diesem Marktgeschrei wiederum für ihre Zwecke zu nutzen verstehen…
Das ist bei Sterling und seinen Rants im Negativen ähnlich wie bei Oprah Winfrey als „Literaturkritikerin“, so sehr ich diese sonst schätze: der Literatur hilft auch das nicht weiter. Und kein Filmkritiker von Rang hat etwa je ausgiebig die schlechtesten Streifen die es gibt rezensiert. Das kann es mal geben, aber nicht zentral, denn das ist einfach nicht die Aufgabe von Filmkritik
Genau das würde ich mir auch für Videospiele wünschen. Mit Sterling bleiben diese so jedoch eher bei Jahrmarktattraktionen verhaftet – und das haben sie einfach nicht verdient: die guten, wie die schlechten nicht.

(…)

Ergänzend
könnte noch auf die „Reputation“ verwiesen werden, welche 3000AD-Präsident Derek Smart über die Jahre gewonnen hat
Auch das Presse-Tamtam und die Ausnahme welche Valve für „Hatred“ machte, warum auch immer, könnten genannt werden. Die Frage bleibt weshalb diese Publicity für den wahrhaft größten Trash, oder die himmelschreiendste Belanglosigkeit – nicht einmal Dilettantismus, sondern üble Geschäftemacherei -überhaupt konstruiert wird, selbst von den größten Vertretern der Branche – und statt dieser Neigung zur ständigen Skandalisierung von Inhalten – oder Sensationalisierung, denn die Hypes gibt es ja auch – nicht etwa andere Akzente für Videospiele gesetzt werden…

(…)

Mit gemein meine ich auch gewöhnlich und oberflächlich. Zum Beispiel diese Mischung aus unsensibel und funktionalistisch hier. Das was Sterling da tut ist nichts als Empirie wiederzugeben:
Er beschreibt das was er sieht, erklärt dabei aber nichts.
Nicht das Geringste: keine Intention, versteckt sich diesbezüglich höchstens hinter irgendwelchen Floskeln usw. usf. Vermutlich weil er sein Spielen hier auch nicht als Rezensieren begreift, aber wie soll das auch sonst gehen – so ganz ohne Interpretation? Darüber hinaus beweist er damit, zwischen Kraftausdrücken, keinerlei Einfühlungsvermögen.
Auch seine Politik ist von doppelten Wertungen geprägt: belegbar etwa bei „Xtreme 3“ – dort slamte er zunächst die Kampagnen für einen Release im Westen, stellte wie 99% seiner Kollegen die politische Situation als Grund dagegen in Abrede. Später bedauerte er, es deshalb nicht rezensieren zu können.‘

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