Neues zu Forderungen an Valve

Kommentar: ‚Bei aller Liebe, aber Eure Forderungen sind weiterhin illusorisch und finden international nunmal praktisch überhaupt keine Entsprechung. Da existiert kein einziges Beispiel für und Ihr könnt auch wieder auf keines verweisen. Weshalb ich an der Ernsthaftigkeit folgender Formulierungen erhebliche Zweifel habe: „Weshalb Valve diesen Weg scheut, seinen Partnern dadurch die Möglichkeit auf weitere Umsätze nimmt und stattdessen lieber den Rotstift ansetzt, kann unsererseits nur mit Rätselraten entgegengetreten werden.“ Wüsste ich es nicht besser, würde ich davon ausgehen dass solche Behauptungen eine riesengroße „Trollerei“ sind, wie Ihr das von meiner Warte aus wohl nennen würdet: das ist infrastrukturell einfach nicht durchzusetzen, und wenn schon technisch prinzipiell möglich, so macht es nunmal kommerziell überhaupt keinen Sinn. Das einzige Beispiel von Rang ist das eines bekannten Deutschen, man könnte auch sagen eines berühmt-berüchtigten, dessen Namen ich nicht nennen will da er in der Vergangenheit angeblich schon geklagt hat, der darüber bevor es die heutigen Angebote gab ein lukratives Geschäft witterte. Dieser bot auf jenem Wege im Grunde aber auch nur „Pornografie“ oder Prostitution an und nannte seine Dienstleistung bloß „Jugendschutz“: denn die Schließung müsste, um den KJM/JMStV-Forderungen nachzukommen, schon vor der Anzeige irgendwelcher Titel geschehen um der geforderten Nicht-Sichtbarkeit zu genügen, im Grunde wäre das also noch ein (ziemlich umfangreicher) Ausbau der aktuellen Situation. Erst dann dürften Spiele zugänglich gemacht werden. Wobei im Grunde genommen dieses Nicht-Funktionieren, diese absolute Sinnlosigkeit geschlossener Benutzergruppen im kommzeriellen Bereich aus meiner Sicht eigentlich das Hauptargument gegen die Jugendschutzpraxis in Deutschland wäre. Es ist einfach schade, dass für diese Sichtweise so aber kein Verständnis besteht und mithin dieser „deutsche Sonderweg“ nur weiter beschritten werden möchte. Gerade als überzeugter Europäer finde ich das umso bedauerlicher und ja, leider auch traurig. Wie Pedda schon schrieb kann Valve für die Möglichkeiten über all die Jahre auch Dankbarkeit ausgedrückt werden. Dass sie jetzt eine Lücke geschlossen haben, kann auch damit zusammenhängen, dass sie damit einer schon älteren Forderung ihrer Partner endlich (!) nachgekommen sind – und doch ebenfalls, dass es gar keinen Druck von außen gab (!). Dass ungeprüfte, aber noch nicht indizierte Titel betroffen sind, lediglich damit zusammenhängen, dass sie keine Indizierung dieser riskieren wollen – oder etwa nunmal einen höheren Kenntnisstand über negative USK-Prüfungen haben, die ja pikanter Weise immer noch nicht kommuniziert werden. Und wie auch immer die Jugendschutzsituation in Deutschland gesehen wird: solche Forderungen sind und bleiben eher kontraproduktiv.‘

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