Weiteres zur Technik von Microsoft (und Sony)

Bei „Xbox-Sparte“ am „Ende (…)?“: ‚Ich halte davon denkbar wenig und fürchte es wird genau so wie Phil Spencer gesagt hat: die Spiele werden für Scorpio bei 1080p und darunter nicht extra optimiert werden, sondern das „Projekt“ dient in erster Linie vorerst dazu Auflösungen darüber zu ermöglichen – und falls das auch nicht gehen sollte, dürfte halt skaliert werden. Wobei ich von Sony eine analoge Vorgangsweise erwarte.
Ich vermute dass erst dann, wenn diesbezüglich ein Aufschrei erfolgen wird (was spätestens bei Veröffentlichung nach Bekanntgabe der Verkaufspreise von vermutlich 500 Euro und darüber wahrscheinlich eher schnell eintreten wird) ein Umdenken diesbezüglich einsetzen dürfte, aber vorerst werden die Spezifikationen einer alten Xbox One und PS4 unangetastet bleiben, obwohl es sich prinzipiell um neue Generationen schon handelt (wie „Xbox Two“ und „PS5“).

Anderes erscheint mir auch in Hinblick auf den PC-Sektor kaum möglich zu sein – die Hardwareanforderungen dort spielen da ganz einfach nicht mit. Beispiel „Call of Duty“: der Sprung zwischen „Black Ops II“ und „Ghosts“ am PC war etwa enorm, obwohl technisch gar kein so großer Unterschied vorhanden gewesen ist. Das bedeutet ebenfalls, dass 4K-Medien bis 100GB für den Spielbereich vorerst nicht zum Einsatz kommen werden und die neuen Laufwerke (die sicher auch Sony bald verbauen wird) auf Video reduziert bleiben, obwohl die meisten Spiele heutzutage die 50GB fast voll ausnutzen, denn 100GB-Downloads sind im digitalen Handel immer noch eher unzumutbar – ein neuerlicher Generationensprung wird auch deshalb bis auf Weiteres bei Games tabu sein, obwohl dann bereits ähnlich viel Zeit wie zwischen originaler Xbox und 360 vergangen ist.
So existiert eine enorme Diskrepanz zwischen den Möglichkeiten von Laptop- und Desktop-Grafik am PC, wobei die Firmen einfach mit keinem starken Desktop-PC als Minimalanforderung mehr rechnen können. Ein „Quantum Break“ am PC braucht etwa schon ein ziemlich teures Windows 10-Notebook und Microsoft trat damit in den PC-Spielemarkt quasi erst wieder ein.‘

Das obige Werbevideo des Konzerns spricht zwar viel über „Pixel“ und „choice“, erzählt aber nichts von lästigen Begleiterscheinungen höherer Auflösungen: es reicht nicht einfach stärkere Hardware zu verbauen, sondern für ein adäquat anderes Erlebnis ist auch neue Software samt besserer Texturen nötig – wofür auf den heutzutage mitgelieferten BDs vielfach einfach kein Platz mehr vorhanden ist. Ähnlich wie in der 360-Generation und den dort chronisch unter Platzmangel leidenden DVDs könnten einzig und allein separate Downloads kurzfristig Abhilfe schaffen – das Problem bleibt dennoch bestehen. Am ehesten taugt das Versprechen deshalb als Vorbereitung einer weitergehenden Partnerschaft mit Facebook, in Hinblick auf eine alsbaldige Kombination von „Xbox“ mit „Oculus Rift“ – über die Konsolenzukunft sagen derlei Marketingverheißungen herzlich wenig aus.

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