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Kommentar: ‚Ich denke nicht, dass es dahinter je auch nur irgendeine Systematik gab. Wieso soll es die überhaupt geben?
Aus meiner Sicht sind das alles relativ einfache, teils aber auch verzweifelt wirkende Behelfsmaßnahmen – um sich gegen die wesentlich hermetischer abgeriegelten Stores auf den Konsolen, aber auch im Mobilbereich, abzusichern. Im Grunde geht es dabei doch immer nur um DRM und ist der, sorry, pseudorechtliche Jugendschutz oft auch nur ein Vorwand im Sinne von vorauseilendem Gehorsam, wobei es sehr wohl (auch) um regional pricing gehen wird.
Schon die Steam-Warnhinweise (neuerdings eher in Richtung „Arbeitsplatzschutz“ und der offenbar populären „not safe for work“-Ideologie) scheinen mir eher mittels Bauchgefühl ausgewählt zu werden. Auch wenn es hier vermutlich nicht gerne gehört wird, aber wahrscheinlich macht dieser dermaßen isoliert betrachtete Markt mit PC-, Mac- und Linux-Spielen in vielen relevanten Fällen oft immer noch nicht mehr als 5-10% des Umsatzes aus. Und natürlich spielt der graue Markt da ebenfalls eine Rolle.
Steam ist technisch eigentlich ein ungünstiger Ort um regional maßgeschneiderte Games zu verkaufen, weil die Plattform sehr zentralisiert geführt wird. Dessen DRM (dasselbe Steamworks das den PC-Spielemarkt dereinst gerettet hat) ist hier bei Titeln welche in erster Linie digital angeboten werden sollen eher störend, dafür hinderlich, weshalb sich mit diesen Tags ausgeholfen wird. Soweit ich das überblicke ist dahingehend aber bei keinem einzigen Publisher eine klare Linie (Politik) erkennbar. Und diesbezüglich dürfte praktisch immer von Fall zu Fall entschieden werden glaub ich, das heißt mit den jeweiligen (bei größeren Spielen heute meist parallel erfolgenden) Veröffentlichungen auf anderen Plattformen (wie dem PSN) abgewogen werden – außer bei Electronic Arts die ab einem gewissen Zeitpunkt halt gar nichts mehr auf Steam verkauft haben, was zur Folge hatte dass es heute dort nur mehr ältere Spiele von denen gibt. Gestern hat EA dafür auf GOG.com wieder nachgelegt: und der DRM-„freie“ Markt macht die Verhältnisse auch diesbezüglich sichtbarer denke ich, denn im Grunde ist das dann paradoxer Weise ähnlich wie auf den hermetischen Konsolen- und mobilen Marktplätzen. Denn dort geht es nur mehr darum was wo verkauft wird, aber nicht mehr darum ob das was unter Umständen auch in Märkten in denen es nicht gehen soll sichtbar ist und gekauft werden kann, funktioniert. Ganz ähnlich wie im Play Store, auf iTunes oder den Konsolen: nach dem Motto „what you see is what you get“. Theoretisch könnte es wohl auch auf Konsolen IP-Sperren geben, in der Praxis betraf das jedoch stets ausschließlich Videofilme und keine Videospiele – sowie vereinzelt DLC, der mit Disc- und Cartridge-basierten Spielen nicht kompatibel war. Anker welche der PC nunmal nicht mehr hat, da physische Datenträger für einzelne Spiele dort längst obsolet geworden sind.‘

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