Zur BPjM und Christian Schiffer

Beim VDVC: ‚Sorry, aber wenn in CS etwa keine Schreie zu hören waren und die BPjM das (mit) veranlasst hat das Spiel niedriger einzustufen, kann das doch nur bedeuten dass Geiselnahmen und Bombenlegungen gewissermaßen „ruhig“ verlaufen sollen, dann klappts auch mit dem „Jugendschutz“. Und das ist keineswegs so zynisch gemeint wie es klingt – eher traurig und resignativ: eine Beschönigung von Gewalt führt bei Darstellungen zu niedrigeren Einstufungen. So war es leider (!) schon immer.
Und wenn eine Öffentlichkeit das genauso sieht, weil es dann – bei vorhandenen Schreien, sichtbaren Schusswaffen oder Blutlachen – womöglich auch wieder erst zu Einschätzungen von Titeln als „Killer-“ oder „Gewaltspiele“ kommt, dann betrifft dieser Vorwurf einer militanten Doppelmoral ebenfalls diese.
@Christian Schiffer
Selbst als BR-Redakteur gibt Schiffer hier doch auch wieder nur für mich unerträglich selbstherrliche Branchen-Stehsätze wieder. Friedensaktivisten im nächsten „Battlefield“ wären meiner Meinung nach eine tolle Idee! Sie würden sich gerade beim Thema „Erster Weltkrieg“ anbieten, Bertha von Suttner und so.
Zuletzt wurden in einem Kriegsspiel solche zivilen Probleme zu Hause etwa in den Zwischensequenzen des letzten „Medal of Honor“ („Advanced Warfighter“, 2012) verhandelt, das von der Videospielpresse bezeichnender (Weise) einhellig verrissen wurde. Nicht aus technischen oder spielerischen Gründen, sondern denselben inhaltlichen – weil genau wie Schiffer schreibt darin ein „heroisches Soldatentum“ abgefeiert worden wäre, oder „Stereotypen“ reproduziert. Während die zivilen Szenen offenbar für unglaubwürdig und vermutlich auch wieder „deplatziert“ gehalten wurden.
Aus rein ideologischen Gründen also – ein ähnliches Schicksal ereilte zwei Jahre später den Film „American Sniper“ von Clint Eastwood, mit dem ging die normative „Kulturkritik“ aber noch deutlich differenzierter um, weil sie sich beim Film insgesamt trotzdem nicht leisten kann eine konservative und dennoch ehrbare Gesinnung vollständig nicht zu respektieren. Und für all das, für all diese vorgefertigten, komplettierten Meinungen, wird von der „befreundeten“ Twittersphäre trotzdem üblicher Weise auf die Schulter geklopft.
BPJM+Schiffer: Nachdenken? Fehlanzeige. Auch auf die Gefahr hin, dass dieser Kommentar von mir wieder als „Trollerei“ verunglimpft werden möchte…‘

„Zündfunk“-Artikel von Schiffer, gewohnt boulevardesk und Twitter-gerecht: „#failoftheweek“.

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