Polternder Philosoph #5

Kommentar: ‚Der Unterhaltungsbegriff könnte auch mal überprüft werden:

„GTA V“ wurde mit Obdachlosen ja sogar angekündigt, und dann wohl eher im Vordergrund, einfach mal den allerersten Trailer ansehen
Auffallend war vor allem, dass das in „GTA IV“ noch nicht der Fall gewesen ist. Obwohl technisch prinzipiell ähnlich, waren die Obdachlosen dort tatsächlich eher Staffage, eigentlich ebenfalls PassantInnen, so wie in der alten „GTA III“-Trilogie.
Stichwort: Cali-Fornication. „GTA V“ gibt ja vor allem Ressentiments gegen Kalifornien wieder, wie sie etwa ein europäisch gesinnter Schauspieler hat. À la Philip Seymour Hoffman, der seine Kinder – wie kolportiert wurde – nicht dort aufwachsen wissen wollte, mit der üblichen Ausnahme von Frisco. Frage mich deshalb vor allem: ist New York wirklich um so vieles besser…

CNN-Artikel über Hoffman mit normativem Kulturbegriff: Porno-Hauptstadt L.A. als latentes Feindbild.‘

Nachtrag: ‚Der Artikel ist einfach komplett daneben
Wäre gar nicht auf die Idee gekommen, dass die Integration von Obdachlosigkeit, Armut, öffentlichen Drogenszenen oder allgemein urbanem Elend dermaßen negativ aufgefasst werden könnte – das gibt eine wahrhaft geballte Ladung an Vorurteilen gegenüber Videospielen wieder, eine ungeheuerliche Unterschätzung. Wo allein die massive Unterstützung von kreativem Talent bei jedem GTA seit „San Andreas“ eigentlich doch das komplette Gegenteil vermuten lassen sollte…
Eher könnte noch Prostitution als Unterhaltungszweck abwertend interpretiert werden. Und genauso gut könnten die Szenen am Ende von „Dogville“, unterlegt mit „Young Americans“ von Bowie, lediglich als „dekorativ“ begriffen worden sein.

(…)

Ich bezweifle mittlerweile stark dass das überhaupt so negativ in Hinblick auf das Medium eines (kommerziellen) Videospiels gemeint sein kann, wie es hier zu transportieren versucht wird. Davon zeugt allein schon das nächste, für 2017 angekündigte Projekt, wo es im Kontext von Ruscha eher um Alltagsarchitektur geht http://www.alanbutler.info/twentysix-gasoline-stations/ In meinen Augen wäre diese denunziatorische Absicht bereits ein Fall für den Presserat – eher Belästigung als Kritik.
Und ich nehme alles zurück was ich je über die Aufgeschlossenheit in der hiesigen Games-Berichterstattung behauptet habe. Das gilt jetzt bereits viele Jahre eindeutig nicht mehr.‘

Advertisements

Über pyri

PYRI / / (Pyri) / —— pyri. Steiermark/styria
Dieser Beitrag wurde unter "Kritik", Allgemein, Alltäglichkeiten, Almrausch-Urteile, Almrauschen, Alternative Lebensweisen, Amerika, Arbeitswelt und Realismen, Ästhetische Belange, Österreich, BärInnendienste, Chauvis, Denkanstöße, Der Mayer ging zur Presse..., Freiheiten, In eigener Sache, Kapitalistische Verschärfungen, Post vom Mayer, Retrospektiven, Wirtschaft und Kulturelles, Wort zum Alltag abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s