„Xtreme 3“ mit VR: Wahrnehmung katastrophal

Bei Engadget (bewusst nicht verlinkt), Standard & Co. Erwartungsgemäß noch schlimmer als ohne (PlayStation-)Brille? Trotz Nicht-Veröffentlichung in den politisch relevanten Märkten Europa und Nordamerika erfolgt diesbezüglich gerade eine besonders geschmacklose Hetze, welche mit ihren (altbekannten) ideologisch unbedarften „Argumentationsketten“ nunmehr jegliches Niveau und/oder Zurückhaltung vermissen lässt – der Kenntnisstand über den Titel dürfte im Westen dafür weiterhin ausgesprochen niedrig sein. Entsprechend „typisch“ (in Richtung „Hentai“, „Killerspiele“ etc.) fallen auch die klischeehaften Reaktionen aus: ‚“Im Prinzip“ ist das hier „sexuelle Verfolgung – die Berichterstattung“. Ansonsten einfach mal den älteren Mann aus dem Bild durch eine jüngere Frau ersetzen, wenn es Euch dann noch immer nicht auffällt wie ureigentlich sexistisch diese Argumentation

ist (Ketten sind) – allein auf das Geschlecht und die angenommene, demzufolgende patriarchal abzuwertende Sexualität „des Spielers“ bezogen: „Ein ziemlich verstörend anzusehender Schrei nach physischer Liebe.“ Perfider geht es nun wahrlich kaum – ähnliches könnte schließlich behauptet werden wenn ich, trotz meiner Behinderung, „FIFA“ spiele.
Würd dort öffentlich-breitenwirksam nicht einfallen. Oder insgeheim etwa doch?
Mag. phil. Dr. phil. Jürgen Mayer. Und „Dead or Alive Xtreme 3“ (vom März!) ist kein „Beach-Volleyball-Spiel“, aber selbst so weit reicht es mit der hiesigen Aufgeschlossenheit nicht (mehr?), wenn Sexualität halt etwas anderes meint als jene Ehestandsbewegungen welche hier, wenn dann, als „echte Erotik“ verkauft werden sollen‘

Nachtrag: ‚Genauso gut könnte es etwa als Gewalt

im Sinne von physischer Übergriff aufgefasst werden, wenn andere Figuren gesteuert werden. Von Guybrush Threepwood oder Pac-Man angefangen.
Was dieses Videospiel simuliert ist Kommunikation: es stellt Situationen her die Intimität zum Ausdruck bringen sollen. Das zu erkennen sollte eigentlich nicht allzu schwierig sein, wenn das Medium wenigstens in Grundzügen bekannt ist. Und der Autor hier bezeichnete sich in einem Blog mal sogar als „Berufsspieler“: das ist das eigentlich erschütternd Denunziatorische an diesen Texten über missliebigen sexuellen Ausdruck. Hier wird eindeutig wider besseren Wissens Stimmung gemacht, unter dem Deckmantel Frauen zu schützen –
Mit einem Wort Hetze. Und da gäbe es auch eine strafrechtliche Variation davon.

(…)

Wieso soll eine sexuelle Handlung nicht empfehlenswert sein? „Frauen entwürdigende Spielkonzept“: dieser widerliche Artikel suggeriert abscheulicher Weise ja, dass es sich um eine Form von Vergewaltigung handelt welche da passieren würde, analog dazu

dass auch bei Gewaltdarstellungen hier keine alternative Interpretation von Inhalten (mehr) angeboten wird. Auch das wird plakativ als Mord und Totschlag verkauft, siehe „Tomb Raider“ oder „Hotline Miami“
Bei Polygon wurde im Frühjahr sogar eine Berührung im Gesicht (in „Fire Emblem“) als (sexueller) Übergriff dargestellt. Bitte: wo soll das alles noch hinführen, in welche Ablehnung noch?
Die Grundlage ist körperpolitisch: gefordert wird vertraute, filmartige Synchronität – nur diese existiert in VR sonst bekanntlich auch nicht. Fraglich deshalb was der Autor fordert, damit virtueller Sex anders legitimiert wird, er ihn nicht mehr (auch) als Gewalt hinstellt – zynisch gefragt einen Trauschein? Nein, weil Gewalt damit immer noch möglich ist.‘

Die Frage bleibt ob Koei Tecmo (und sogar Sony!) diese PR nun wirklich egal ist, das heißt ohne jeglichen (kulturellen, politischen oder wissenschaftlichen) Widerspruch dagegen einzulegen (ich habe mich ja schon mehrmals angeboten), oder ob sie damit eine zukünftige Nicht-Veröffentlichung auch in Asien womöglich bereits vorbereiten…

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