Zur Zukunft von VR

Beim VDVC: ‚Aufgrund meiner Gehbehinderung übt die mit Abstand größte Faszination von Videospielen bei mir die Möglichkeit aus, sich darin frei im virtuellen Raum zu bewegen: das begann schon mit den ersten Ausgaben des „Flight Simulator“ wie „subLOGIC Flight Simulator II“, oder mit „Test Drive III – The Passion“ 1990, also lang vor „Wolfenstein 3D“, „Doom“ und Co.
Gerade diese Freiheit ist bei VR vorerst aber stark eingeschränkt. VR hat hier, worüber leider so gut wie gar nicht gesprochen wird – offenbar weil es sich widerstrebendes Marketing betrifft -, die Probleme der Bewegungssteuerung geerbt: vorerst wird sich, etwa beim kommenden „Tomb Raider“ für PSVR, mit einer schrittweisen Steuerung à la „Myst“ beholfen, aber wenn das Problem nicht behoben wird kann sich VR nur eingeschränkt weiterentwickeln.
Microsoft tut heute fast so als hätte es Kinect nie gegeben… Doch für ein erfolgreiches VR, im Sinne dass damit auch freie Bewegung jenseits von Renn- und anderen Cockpitspielen sinnvoll wird, ist – abgesehen vom Kabelproblem – eine erfolgreiche Bewegungssteuerung nötig: sind sichere reale Räume nötig, „sicher“ auch im Sinne von begrenzt (gewissermaßen adaptiert), in denen reale Bewegung für virtuelle Welten sozusagen erst stattfinden kann.
Und das schafft wiederum ganz andere Probleme, abgesehen von den vorerst in jedem Fall (ohne Verträge auch bei den ohnedies sehr eingeschränkten Handy-Lösungen) relativ hohen Anschaffungskosten ein Klassenproblem: Wohnungen und Privathäuser in denen ausreichend Platz vorhanden ist, damit VR erst möglich wird. Zumal die Technik im öffentlichen Raum – egal ob virtuelle oder erweiterte Realität (siehe den Flop von Google Glass) gleich ganz andere Widerstände noch erzeugt: soll VR einmal den herkömmlichen Bildschirm nicht nur ergänzen, sondern weitgehend ablösen, wird auch ein privater Raum dafür vorhanden sein müssen, der weit über das idealtypische Wohnzimmer hinausgeht, das einem Bill Gates dereinst vorgeschwebt ist.
Sony beschränkt sich vorerst darauf VR als „sozial“ zu verkaufen, wenn Bilder gleichzeitig auf den Fernseher übertragen werden, doch das allein kann es einfach nicht gewesen sein: das mag jetzt wie das Wort eines Fantasten klingen, aber wer Arthur C. Clarke am Anfang von „Steve Jobs“ gesehen hat kann schon einen Eindruck davon gewinnen wie schnell Zukunftsmusik in den Alltag einziehen kann.‘

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