Neuer Kommentar zu „Battlefield 1“

Und dem Bild eines deutschen Soldaten: ‚Der letzte Satz in diesem Artikel ist trotzdem bigott: es ist nun einmal nicht von der Hand zu weisen, dass die Geschichte Deutschlands nach 1918 im kollektiven Gedächtnis der Weltöffentlichkeit präsenter ist als die Geschichte Deutschlands vor 1914, oder seine Zeit im Ersten Weltkrieg, der deutsche Kolonialismus in Ostafrika usw. Die Weimarer Republik war letzten Endes geprägt von einem Weg in den Rassismus, und das wissen die Menschen (hoffentlich) – ihnen das vorzuwerfen (als Erinnerung) regelrecht absurd und wieder mal blankes Kalkül.
Welche Motivation hinter dieser „Kritik“ auch immer stecken mag: so jemand wird sich zwar den Vorwurf gefallen lassen müssen ungebildet zu sein, aber sicher nicht „rassistisch“. Auch wenn eine solche „Argumentation“ dahinter stecken kann ist das keineswegs unbedingt der Fall: im Wissen um den von Deutschland ausgegangenen Zivilisationsbruch in dieser Hinsicht wird manchen Menschen eine solche Darstellung kaum geheuer sein, sie irritieren – wenn nicht verstören: hinzu kommt das PR-Wissen um die unzähligen Versuche in der jüngeren Vergangenheit jegliche Stereotypien aus Repräsentationen zu entfernen, in Darstellungen zu vermeiden – überall „Stärke“ samt entsprechender „Fähigkeiten“ zu zeigen. Von funktionierenden Körpern, ausgeglichenen Seelen (Psychen), ganz zu schweigen. Und dazu gehört halt auch das demzufolge unerwünschte Stereotyp eines strammen deutschen Rassisten. So entsteht hier zwangsläufig der Eindruck, dass um Deutsche nicht mit Rassismus zu assoziieren dieses Bild eines deutschen Soldaten verwendet worden wäre. Und dann erklärt man es ihnen halt, und gut. Problematisch und tendenzielle Geschichtsklitterung ist es im Gegenteil weit eher, wenn dieses Wissen um historische Sachverhalte (die sogenannten „Fakten“) in der breiten Weltöffentlichkeit dermaßen für selbstverständlich erachtet wird.‘ Nachlese –

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