Wann wird „Dead Rising 4“ indiziert?

Nachlese. Repliken und Kommentare: ‚(…)
Dann gäbe es von der Industrie praktisch keine regelmässig produzierten Spiele mehr die von Indizierung bedroht wären, und müsste auch die gesamte Franchise (anders als bei Gears of War) revidiert werden. Nein. Das halte ich weiterhin für ausgeschlossen.
Wahrscheinlicher ist vielmehr, dass einfach kein Antrag gestellt wurde und die mangelhafte Verbreitung einer Boxed-Version gegen eine Eilindizierung sprach, denn von Xbox LIVE oder dem Windows 10-Store ist es in Deutschland sowieso ausgeschlossen.
Existiert überhaupt eine verpackte PC-Version? Laut OGDB und Amazon.com ja nicht. Ich nehme deshalb an die kommt erst mit Steam-DRM, analog zu „Quantum Break“.

(…)
Das muss nicht immer so sein. Kommt darauf an wie engagiert/interessiert der Publisher/Distributor ist. „Criminal Girls 2“ und das Videospiel zu „Valkyrie Drive“ sind afaik bislang auch nicht indiziert worden, trotzdem gab es keine Neuprüfungen – war bei den beiden „Onechanbara“-Teilen 2009 bereits ähnlich: eine USK-Prüfung ist immer noch auch ein kommerzielles Hindernis, das heißt eine Frage von Kosten/Nutzen – dann die PR, usw. usf.

Ergänzung: ‚Ich nehme deshalb an die kommt erst mit Steam-DRM, analog zu „Quantum Break“.‘ Schrieb das deshalb, da wohl auch die BPjM den PC-Markt in Deutschland, was die Verbreitung anbelangt, für einflussreicher hält als jenen für die Xbox One. Die enormen Marktanteile zugunsten von Sony dort hat Microsoft nämlich bislang nicht aufholen können – vielleicht stellen sie also erst dann einen Eilantrag ^^
Wobei einzelne Jugendämter oder Privatpersonen mir allgemein wesentlich weniger Indizierungsanträge zu stellen scheinen als früher noch der Fall. Der negative Eindruck den auch viele JugendschüterInnen vom offenen Internet haben dürfte dem Rechtsmittel für physikalische Medienprodukte nicht zuträglich gewesen sein, während der digitale Markt/Handel ohnehin – also trotz EU-Mitgliedschaft von Deutschland – streng reguliert ist.‘

18. Dezember: ‚(…)
Die DRM-Lösungen sind zwar unterschiedlich, aber das Prinzip „Geo-Lock“ hat dort keinen Platz. Und wird diesen auch in Zukunft nicht haben.
(…) Es ist bei Sony (PS3 und PS4) prinzipiell sogar möglich mehrere Konten gleichzeitig zu betreiben – bis auf die beiden tragbaren Geräteplattformen (PSP und Vita). IP-Sperren werden erfahrungsgemäß schon seit dem letzten Jahrzehnt nur auf Video gelegt, keinem Games-Content.
Microsoft bietet seit 2013 sogar einen uniformierten Store an. Zusammen mit der x86- und Windows-Konformität (siehe Windows 10 auf Xbox One) haben die Konsolen leider nur viele Unarten vom PC übernommen – wie Installationen.
Hinzu kommt, dass in dieser Generation verstärkt auch kleinere Titel auf Discs erscheinen und diese prinzipiell weiterhin alle ohne Internetanbindung verwendbar sein müssen…

So existieren meinem Eindruck nach momentan sogar mehr Indie-Titel komplett auf Discs für Konsolen, als es sie für Windows, Mac und Co. mit dem PC-DRM gibt (und mögllicherweise leeren, oder für Mac-User wie mich sogar noch vor der Installation nutzlosen Datenträgern).
Da gab es, trotz dem digitalen Handel, gewissermaßen also sogar einen Backlash – einfach weil das Publikum es fordert. Nach dem PR-Desaster für Microsoft im Sommer 2013, das damals ein PC-ähnliches DRM auf Konsolen einführen wollte, sind Sorgen unbegründet – von fünf Jahren kann da keine Rede sein. Im Gegenteil glaube ich wird sogar der PC in Hinkunft etwas besser ohne (zusätzliches) DRM beliefert werden.

Das Problem auf Konsolen ist eher Guthaben für die jeweiligen Geschäfte zu bekommen, also als Ausländer an die Währung zu gelangen. Und das ist auch keineswegs „illegal“, nur weil es etwa AGBs widerspricht – oft nicht einmal das explizit -, schon gar nicht wenn an den PC und den grauen Markt dort gedacht wird. (…)‘

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