Neues zum immerwährenden Problem der PC-Spiele

Auf Amazon.de, anlässlich der Veröffentlichung von „Syberia 3“: ‚Den Titel bereits an einen Account gebunden zu haben, wenn Dateien schon „vorbereitet“ werden – was das Produkt (mit oder ohne „CD“) erst wertlos macht -, aber trotzdem noch zurückschicken? Also trotz verbrauchtem Code?
Kann mir nicht vorstellen, dass Amazon.de ein solches Verhalten akzeptiert. Oder?
Falls doch ist die Legitimität von Warehouse-Deals zur Unmenge solcher Titel (heutzutage die weit überwiegende Zahl größerer PC-Spiele) umso interessanter, wenn diese vorher nicht entbunden wurden oder keine Konten mit verkauft werden ^^

Steamworks ist zwar „nur“ eine DRM-Maßnahme, der Unterschied zum „richtigen“ Steam hat sich mir diesbezüglich jedoch noch nicht erschlossen: alle Spiele die damit geschützt werden befinden sich meiner Einschätzung nach am Ende des Freischalt-Prozesses auf einem Konto so als ob sie auf Steam selbst erworben worden wären. KeinE (nicht vorhandener) DatenTräger entscheidet/entscheiden das, sondern der beigelegte Code. Dass „Syberia 3“ dermaßen aggressiv geschützt wird, dürfte daran liegen, dass es sich nach „Silence“ wieder um ein AAA-Adventure handelt – das noch dazu für alle aktuellen Konsolen, ja sogar die Switch, erscheinen soll.
Das Stammpublikum der Franchise dürfte jedoch weiterhin am PC zu finden sein, deshalb die ganzen Vorsichtsmaßnahmen. Die Vorwürfe diesbezüglich sind aber auch insgesamt fragwürdig zu nennen: würden es die PC/Mac-Betriebssysteme der Piraterie nicht gar so einfach machen, hätte sich dieses plattformzentrierte DRM auch nicht durchgesetzt – zumal Valve bislang nichts dafür tat den PC-Markt an die Konsolen anzupassen, das heißt zu homogenisieren oder auch nur qualitativ einigermaßen zu standardisieren. Allein schon die erschreckend mangelhafte Unterstützung für den Steam Controller spricht davon Bände.
Wobei mit dem grauen Markt selbst im digitalen Handel am PC da das nächste Problem bereits längst vorhanden ist. Schließlich haben sich aus reiner Bequemlichkeit am PC keine BDs durchgesetzt, sondern eben Streams (zumindest im eigenen Haushalt – siehe auch Steam Link) oder halt Downloads: sich dann noch darüber beschweren, dass Spiele auf keinen DVDs Platz finden – oder auch nur mit ausgeliefert werden -, ist letzten Endes kaum mehr ernst zu nehmen. Für eine digitale SammlerInnenausgabe werden 10 Euro Aufpreis verlangt – insgesamt könnte sich über die Gratis-Goodies auf der beigelegten Disc sogar gefreut werden ^^‘

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