Wieder zu „Detroit“ (Become Human)

Kommentar: ‚Die Unterscheidung zwischen „Serious Games“ und allen anderen (Video-)Spielen finde ich grundsätzlich unselig bis zumindest unglücklich, denn auch „Detroit“ wird dahingehend sicher kein „Serious Game“ werden – zumindest nicht im engeren Sinne.
Darüber hinaus spielt dabei ebenfalls der kommerzielle Vorbehalt eine enorme Rolle: große Spiele werden in erster Linie als Produkte betrachtet, und auch ein „Detroit“ (mit dem finanzstarken Sony im Hintergrund) wird diesen Makel kaum los werden (können).

Stattdessen sollte sich vielmehr gefragt werden ob das alles nicht schlichte Vorurteile sind, oder emotional belastet ist: nur wird das keine (Bildung von) „Kompetenz“ verhindern können, wenn Begriffe wie „Spiel“ und „Spaß“ halt genau so assoziiert und interpretiert werden. Gerade deshalb ist der Begriff des „Serious Game“ ja überhaupt erst entstanden (!), da die Meinung zwischen Ernst und Unterhaltung unbedingt trennen zu müssen sehr weit verbreitet ist und andere, etablierte (wissenschaftliche) Begriffe wie „digitales Spiel“ eher noch das „Spiel“ und nicht die Fiktion betonen – also etwa keine Gemeinsamkeiten von „Videospiel“ und „Schauspiel“ (Dramatik).
Wichtig wäre es deshalb zunächst einmal wenigstens zu erkennen was hier passiert, dass nämlich zwar behauptet wird ein ernstes Thema würde damit „trivialisiert“ werden – und das Thema „häusliche Gewalt“ ist hier wirklich nur eines von unzähligen austauschbaren, vermeintlichen Tabuthemen oder tatsächlichen Inhalten (die schnell als „spekulatives“ Kalkül mit niederen Instinkten abgetan oder verurteilt werden können, wie gerade auch hier 2009 „No Russian“) – in Wahrheit/Wirklichkeit es aber das Medium (oder die verwendete Ästhetik innerhalb dieses Mediums) selbst ist (sind), das (die) hier das Stigma „trivial“ (oder das einer sonstigen Abscheu/Verwerflichkeit) trägt.‘ Nachlese

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