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Beim Standard: ‚Ihr Publikum setzt sich in erster Linie doch aus Familienvätern mit Vollbart in den frühen Dreißigern zusammen – nicht gerade mein Frauenbild.

Außer dass ich mich durch diese politische Gegenwart und aufgeheizte Stimmung auch manchmal wie in den frühen Dreißigern (des letzten Jahrhunderts) fühle… Erstens hat sie wohl eben nicht „alle Männer“ gesagt, oder gemeint, und zweitens: was bitte soll diese Kultur sein?
Eine Vergewaltigungskultur, giftige Männlichkeit? In „Le Deuxième Sexe“ ging es einer Frau einmal gerade darum Frauen einen eigenen sexuellen Antrieb zu verleihen, Sexualität zu ermöglichen und damit aus dem patriarchalen Gefängnis auszubrechen, also prinzipiell alles was heute als „Sexualisierung“ von ihr und anderen im neoliberal-linksbürgerlichen Spektrum so diffamiert wird.
Deshalb ist das auch weitaus eher Puritanismus als Feminismus – es geht um Zucht und Ordnung

Um Zucht und Ordnung im Neuen Biedermeier. Wo es bei Dworkin, die im Journalismus auch gerne rezipiert wurde (zu ihrer Zeit von Frauen selbst, weil Feminismus damals als „Frauensache“ galt), noch um das Verhältnis von weiblicher Liebe zu männlicher Gewalt ging, bleiben hier Frauen selbst stets höchst abstrakte Größen. Was bei ihr zählt sind immer nur die sozialen Beziehungen, Beziehungsarbeit und Zwischenmenschlichkeit. Deshalb auch dieser Kampf gegen Objekte, ohne das Subjekt zu belasten: einmal behauptete sie Diamanten seien gar nicht selten, sondern das wäre eine männliche Erfindung gewesen. Alles seien „Fehleinschätzungen“ oder falsche Repräsentationen. Es ist immer Wissen über Dinge, das sie problematisiert. Ein täuschendes Wissen.‘

‚Weshalb sollte sich jemand, nur wegen des biologischen Teil eines Menschen als Person, sich spätestens bei Geburt dann in dieser Opferrolle wiederfinden? Was diese Einteilung tut ist doch nichts anderes als Weiblichkeit als eine Form von Behinderung,

einen „Nachteil“, letztlich als „Makel“, zu beschreiben. Und gerade als Mensch mit Behinderung kann ich das nur umso bedenklicher finden: keine Frau braucht irgendjemanden etwas beweisen – so wie ich auch nicht. Genau das wird hier dadurch jedoch kommuniziert! Was spätestens seit „Gender Trouble“ (von 1991!) eigentlich längst obsolet sein sollte, im europäischen Konzept des Gender Mainstreaming sogar nicht einmal mehr vorgesehen ist, „Programm“. Und eine patriarchale Konstitution ist keineswegs an die Existenz eines männlichen Körpers gebunden: so haben in der Vergangenheit auch manche Töchter als „starke Frauen“ das Erbe ihrer tyrannischen Väter übernommen und gingen den Weg imperialistischer und kolonialistischer Ausbeutung durchaus weiter‘ Nachlese

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