Aphorismen der Woche #8

Neuerdings sagen die Leute ja (auch) „mögen“ statt „wollen“ – und kommen sich offenbar unheimlich gut vor dabei. Sie geben damit ein Urteil ab ohne meist überhaupt wissen zu können ob sie etwas „mögen“ das sie wollen – so weit ist es schon gekommen, alles nur um keine Willensäußerung tätigen zu brauchen.

Ja: „sinnbefreit“ statt „sinnlos“, oder – noch schlimmer – „wertig“ statt „wertvoll“, wobei diese beiden Verlautbarungen ja seltsamer Weise eigentlich vorhandene Wertungen reduzieren. Erklären lässt sich dies über deren – offenbar schon als verwerflich empfundenen – Objektbezug, während nur ein sprechendes Subjekt in der diesbezüglich jedenfalls höheren moralischen Position etwas „mögen“ kann, anstatt zu wollen.

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