Zum Ende von „Game of Thrones“

Kommentar zum (letzten) Finale morgen Früh: ‚Wie so oft kann ich diese Wahrnehmung absolut nicht nachvollziehen: mich hat diese Staffel für die meiner Meinung nach katastrophalen letzten im Gegenteil mehr als entschädigt. Sogar die zweifelhafte Zeitökonomie hat mich sehr beeindruckt: sie fanden

sogar Gelegenheit für eine Füllerepisode mit viel Fan-Service (A Knight of the Seven Kingdoms). Drei der bisherigen fünf Folgen würde ich zu den besten überhaupt zählen, und sie liefern (für mich) gleich drei Finali: eines für den Norden, eines für den Süden – und keine Ahnung was noch passieren wird: ich bin jedenfalls schon gespannt.
Der Topos der „starken Frauen“ wurde doch noch fallen gelassen, bis auf Arya und Bran kommt keine Figur wirklich gut weg, und als Nicht-Realist habe ich nun mal nichts gegen einen Schuss Romantik – ein gutes Melodram.
Als Videospieler erinnert mich diese Ablehnung an „Mass Effect 3“ – dagegen lieferte der zuständige Konzern sogar eine Art Entschädigung. Bis heute für mich an Peinlichkeit nicht zu überbieten.‘

Repliken vom 22. Mai: ‚So gesehen hatte das Training von Jaime doch schon keinen Sinn gemacht. Dass ein Opportunist wie er am Ende Finanzminister wird, der Korruption Tür und Tor öffnet, ist nur logisch – zumal sich das letzte Gespräch der Serie (nur halbironisch) um den Wiederaufbau von Bordellen drehte. Schließlich war sein Vorgänger (auch) ein Zuhälter und wurden radikale Veränderungen (ein echter Demokratisierungsprozess) abgelehnt
Wirkliche Veränderung, im Sinne einer Verbesserung, ist in dieser Welt höchstens zaghaft zu erwarten – die feudale Gesellschaft wurde zu keinem Zeitpunkt (weder in der Serie, noch in den Büchern) verklärt, und niemand bei so etwas ernsthaft ein Happy End erwarten solln
Aberglauben: auch keine Prophezeiung hat sich komplett erfüllt.

(…)

So war es wohl auch gemeint. Es ging schließlich darum „Gutes“ und/oder „die Freiheit“ in die Welt zu tragen.

Ich hatte am Ende ja immer mit freien Wahlen gerechnet, aber diese wurden in der letzten Folge von der versammelten Aristokratie sogar noch verlacht. Regelrecht ausgelacht – als der welcher seiner Zeit wohl voraus sein soll den Vorschlag vortrug, oder wenigstens kurz andachte
Zusätzlich bitter für mich – die Erkenntnis: diese Gesellschaft ist einfach noch nicht soweit. Oder zumindest jene an der versammelten Macht (Tocqueville)
Die beiden restlichen Bücher (ich lese das schon seit den 90ern) werden sich wohl weiter unterscheiden – hoffe, dass Martin es zu Lebzeiten noch schaffen wird, und nicht irgendwer sie irgendwann vollenden…‘

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