„Death Stranding“ in der Öffentlichkeit…

Kommentare beim Standard: ‚Bin zwar weiterhin der Meinung, dass man einen Titel überhaupt nicht spielen braucht um ihn beurteilen zu können, aber denke dass so eine „Klausel“ auch anders hätte kritisiert werden können – als durch so einen Text. Äußerst kommerziell daneben auch

das Product Placement und „Führung“ hat das „Spiel“ so wohl schon mehr als genug. Dass da mal eine relativ simple Mechanik um ein riesengroßes Brimborium gepflanzt werden würde bereits seit „Peace Walker“ irgendwie absehbar. Und woher das ganze Geld dafür stammt, nachdem Sony die Engine zur Verfügung stellte, bleibt mehr als fraglich.
Dieser Aufhänger hin oder her, wichtiger wäre zu fragen weshalb traditionelle Gewalt (wie Schießspiele mit einfacher Bewegung) weniger frustrieren würden, zugänglicher, darum „unterhaltsamer“ wären: die breite Öffentlichkeit weiß nicht was eine „Fetch“ gar sei, glaubt nur immer noch dass große Games Zeitverschwendung und gewalttätig sind. Klar, dass es Gamer nicht gefällt und der Autor was Besseres zu tun hat.

(…)

Ich weiß auch nicht wirklich was eine „Fetch“ wäre, lese hier dafür ständig dieselben Topoi und Plattitüden: egal ob „Walking Simulator“, „Jump Scare“, übles FMV, schlechte Lizenzspiele (bis auf Ausnahmen), oder – wenn komplett gegen den Strich – was

mit dem überaus beliebten Präfix „Pseudo“, „Fremdscham“, oder halt „Geschwurbel“. Insofern war dieser Verriss genauso absehbar wie es die Lobeshymne für das nächste Druckmann-Epos 2020 sein wird, dann klappt es garantiert auch mit einer richtigen Rezension (nach Sony-Vorgaben): Diversität wird eben nur dann hochgehalten, wenn sie in den Kram passt. Stereotype nur dann bekämpft, wenn sie etwa nicht die eigenen um „starke Frauen“ betreffen. Es geht nicht um „Fans“ gegen „Kritik“, „Nazis“ die „Call of Duty“ spielen (das peinliche „Monster“-Merchandise schließlich auch da), oder „Indies“, sondern Weltbilder: die meisten Spiele verfolgen naturalistisch-darwinistische Ideologien und da kommt „Death Stranding“ daher, das sogar Astrologie erlaubt.‘

Seit spätestens Anfang August gilt „Death Stranding“ nicht mehr als PlayStation-exklusiv. Ende Juli war damals laut Twitter Jade Raymond bei Kojima zu Gast – was auf einen Release für Stadia, den Cloud-Dienst von Google, hindeutete. Jetzt heißt es (bei der BBC, unten), dass Kojima als nächstes einen Cloud-Titel plane – womöglich unter ähnlichen Bedingungen wie sie „Death Stranding“ jetzt als traditionelles Videospiel bei Sony hatte. Und nächstes Jahr am PC haben wird, dann herausgegeben vom kleinen Publisher 505: Vorbestellung Steam (unbezahlte Werbung).

Nachlesen: (Standard-)Autor, (Videospiel-)Produktion

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