Konsolidierungen…

Kommentar auf Steam (nicht öffentlich): ‚Dumm nur dass, wenn alle Plattformen dieselben Politiken aufweisen würden, nicht nur nichts mehr verkauft werden könnte, sondern vor allem nichts größeres produziert werden – was in der gegenwärtigen Welt von Videospielen übrigens längst eingetreten ist: selbst am PC ohne große Plattformen wie diese hier, aber vor allem auf Konsolen. Weil Sony bestimmte Inhalte aus Japan nicht mehr zulässt, werden diese nun auch nicht mehr hergestellt. Japanische Publisher (weniger die Kreativen selbst) meinen einfach, dass sie ohne den diesen Markt bestimmenden Konzern nicht auskommen. Solange der Anteil am PC (über DMM oder hier Steam) nicht noch wesentlich größer wird sich daran auch nichts ändern. Und für die Switch allein kommen technisch aufwendigere Produktionen gar nicht in Frage. Darüber hinaus weigern sich die allermeisten überhaupt für Xbox zu veröffentlichen, wegen der in Japan sehr geringen Install Base.

Wäre das anders würde ich etwa viel weniger auf der PS4 spielen, weil ich die nicht leiden kann. Also was Microsoft oder Nintendo theoretisch (nicht) zulassen da schon irrelevant: dass Nintendo bislang nichts unternommen hat in erster Linie damit zu tun, da von den kleineren Titeln bislang keiner skandalisiert wurde (!). Die größeren werden ja durch die Bank angepasst, wobei die Kulturalisierungen mittlerweile sogar auf den japanischen Markt selbst zurückgehen. Eine gewisse Ironie entbehrt die Situation trotzdem nicht: bestimmte Veröffentlichungen im Westen hat erst die Globalisierung ermöglicht, ein „Ikki Tousen“ gab es zu PSP-Zeiten hierzulande etwa nicht, während die westlich orientierten oder gleich im Westen fabrizierten „Gewaltspiele“ sich bis auf solche kleinen Ausnahmen wie dieses „allpolnische“ Machwerk bereits konsolidiert haben:

keine kritischen Gewaltdarstellungen wie in „Condemned“ oder „Manhunt“ würden SEGA oder 2K heute noch unterstützen. EA kein „Syndicate“ (2012) mehr produzieren. Nicht einmal mehr ein „Army of Two“ oder „Medal of Honor“… Die Distribution von Videospielen kann nicht so funktionieren wie Film und Fernsehen – weder analog (wegen dem Kopierschutz) noch „digital“ (wegen der Infrastruktur). Die Möglichkeiten sind begrenzt, GOG allein keinen „Blockbuster“ tragen, itch.io nicht irgendein AAA. Desura hat leider ja auch nicht überlebt. Also es handelt sich nicht „nur“ um Zensur(ierung), sondern ebenfalls um Fragen der Monopolisierung: und die Tendenz damit gleich ganze Nischen zu zerstören – im Sinne von „Videospiele für alle“.‘ Nachlese

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