Corona & Co.

Kommentare mit Replik beim Standard. Zu „Law & Order“, „Freiheitliche“, „Verschwörungstheorien“, zu viel Bildschirmzeit usw.: ‚Denke unsere Bundesregierung hat für ganz Europa vorbildlich gehandelt. Sie hat nicht lamentiert oder gezögert, so wie die deutsche, sondern über den öffentlichen Raum klipp und klar bestimmt – für Privaträume wurden hingegen keine Maßnahmen gesetzt,

sondern lediglich Empfehlungen ausgesprochen. Niemand braucht deshalb eigentlich Freiheit zurück erkämpfen – weder für sich, noch für andere. Ich verstehe zwar, dass sich Kommentare in Qualitätsmedien äußerst schwer damit tun in der Kommunikation individueller Botschaften zwischen Gesetz und Sicherheit abzuwiegen, das (angestammte) Boulevard tut sich da sicher leichter, aber eine Erkältungskrankheit kann die Menschheit bedrohen. Und es geht dabei auch nicht um Gehorsam, etwa den Satz von Hannah Arendt, wonach bei Kant niemand das Recht hätte zu gehorchen. Der Drang einer eigenen Sozialität nachzugeben hat dabei nur viel mit der Gefährdung anderer zu tun – etwa im Park, so wie Til Schweiger erzählt hat, schnurstracks aufeinander zuzulaufen –

(…)

Fand bereits „My Talk with Florence“ von Paul Poet alles andere als überzeugend. Meine bis dato größte Enttäuschung aus dem Dokumentar-/Interview-Film. Und der war dem Vernehmen nach sogar noch gut recherchiert und historisch fundiert… Dass Ted wem

womöglich eine Plattform gibt hat leider nicht viel zu bedeuten. Soviel Medienkompetenz sollte jedeR schon mitbringen meine ich: wer darüber hinaus als Yoga-Lehrerin mit Gesundheit, Traumatisierung und Heilungsprozesse assoziiert wird, aber über keine Wikipedia-Seite zu verfügen scheint (obwohl es um Vorwürfe schwerster krimineller Handlungen geht) wirft jedenfalls hoffentlich nicht nur für mich mehr Fragen auf, als Antworten mitgeteilt werden würden. Wobei die Abweisung einer Assoziation mit Dutroux (Belgien) dabei wohl ebenfalls eher verdächtig wäre
Kurzum: das Thema ist viel zu ernst um alle Geschichten (bis hin zu Epstein) zusammenzurühren. Vieles kulturgeschichtlich dabei leider noch immer nicht aufgearbeitet, aber bitte doch nicht so!

(…)

Er war, zugegeben, ein Held meiner Jugendzeit. Ein weiterer Name den ich so zu einer ganzen Liste hinzuzufügen hatte. Ich weiß darum zwar schon sehr viel länger – eigentlich sogar seit Anfang der Nullerjahre – aber trotzdem tuts mir echt leid

um dieses Talent. Schweren Herzens und mit einigem Zögern nahm ich mir heute dessen „offiziellen“ Telegram-Kanal vor
Was ich dort vorfand war sogar noch viel schlimmer als das meiste was so kolportiert wird – ich hoffe irgendwie immer noch, dass das alles nicht „echt“ ist (zumal immer wieder ein zweiter, nicht öffentlicher, Account von diesem mit rassistischem Wortspiel auf seinen Namen geteilt wird). Ich meine die rechten Akteure aus Deutschland und Österreich ganz gut zu kennen und kann mir nicht vorstellen, dass das in nur anderthalb Monaten so lichterloh sichtbar wird (trotz zuviel Bildschirmzeit wegen Covid-19)
Eigentlich nicht einmal mehr vom Selbstverständnis des „rechtsextremen Milieus“, von dem im Artikel die Rede ist, mitzutragen.

(…)

Entschuldigung, aber nicht jedes in irgendeinem sozialen Netzwerk wahllos in einen entsprechenden

Kontext gestellte Bild stellt schon eine „Verschwörungstheorie“ dar. Es ist doch so schon schlimm genug…
Selbst zur „Verschwörungstheorie“ gehört nämlich hoffentlich noch ein gerüttelt Maß an Genese, Theoriebildung. Ansonsten wird der Begriff allzu schnell tatsächlich leer und die Leichtgläubigkeit der Menschen wirklich immer größer –
Für gewöhnlich lassen sich die Bilder auch über einen längeren Zeitraum beobachten – einzelne Texte in manchen Fällen bis zu hundert Jahre zurückverfolgen. Diese Berichterstattung ansonsten wirklich wieder letztklassig – boulevardesk bis zum geht nicht mehr, nach dem Motto „das Netz“ täte dieses oder jenes. Keine Ahnung was das eigentlich soll, denn viele Klicks werden sich dadurch auch kaum anhäufen lassen.‘

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