Tatsächlich: Videospiele für niemand

Aus Anlass der weltweiten Veröffentlichung von „The Last of Us, Part II“, gestern. Auf Steam (nicht öffentlich): ‚Wieder interessant. Mich stören bei der Veröffentlichung jetzt vor allem die scheinbar vielen Tests/Rezensionen welche ohne „Spoiler“ auskommen sollen: ich kann keinen Gegenstand rezensieren, wenn ich mich über dessen Inhalt nicht unterhalten darf/will. Das wird nur getan um dem eigenen Publikum zu gefallen und widerspricht eigentlich aller sonstiger Vorstellung von „Kritik“ oder Engagement, scheint aber weit verbreitet und (kommerziell) akzeptiert zu werden. Das eigentliche Spiel halte ich dabei ja für erstaunlich konservativ: Selbstbestimmung mündet eher in Desillusionierung, der Hauptfigur wird vor allem übel mitgespielt, ihr Glück währt höchstens kurz usw. Das entspricht zwar auch dem ziemlich misanthropen Grundton des ersten Teils, hätte ich aber nicht erwartet und hatte ich (vorerst) ebenfalls nirgendwo gelesen, weshalb ich die gesamte (politisierte) Wahrnehmung insgesamt in erster Linie lachhaft finde.

Ein Urteil sollte halt in jedem Fall begründet werden können, aber ein Medium braucht nicht rezipiert (ein Spiel nicht gespielt) zu werden um beurteilt werden zu können. Das stand aber ja auch schon so im Thread dieses Forums. Es ist darüber hinaus nur auf jeden Fall legitim etwas aus vordergründig politischen, religiösen oder sonst wie persönlichen Gründen abzulehnen. Allein etwa über Anschauungsmaterial etc. Und genau das wird bei jenen, die da durch die Bank als „Trolle“ bezeichnet werden, ja auch gemacht, also so (unliebsam) begründet: deshalb kann es etwa keine „Videospiele für alle“ geben, weil niemandem alles gefallen wird. Eine, wie ich meinen möchte, recht einfache Logik: deren Weltanschauung ist jedoch unerwünscht – das, wenn man so will, „evident“. Dem Medium wird in der heutigen Zeit zudem selbst von jenen die vielleicht gleichzeitig vorgeben sie zu lieben kein Wert an sich zugeschrieben, sondern ihr Kauf wäre gleich eine Schande (Stichwort pile of shame).‘

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