Modisch privilegiert: Feinheiten und Feindschaften

Neues zur Wohlfühl-Gesellschaft. Auf Steam (nicht öffentlich): ‚Der einzige Titel den ich wegen meiner Schlangenangst bislang nicht spielen wollte war erst vor kurzem „Xcom – Chimera Squad“. Nur die CE des letzten „Assassin’s Creed“ (mit einer Medusa-Statuette) wollte ich mir deshalb sonst auch nicht zulegen.
Diese Angst dürfte dafür wesentlich verbreiteter sein als meine: dass Spinnen in vielen Videospielen vorkommen hat aber wohl viele Gründe, dass ihre Existenz etwa in erster Linie PhobikerInnen ärgern sollte halte ich für reichlich absurd.
Ich würde ebenfalls dafür plädieren Selbstzensur als permanenten Prozess während der Entwicklung eines größeren Spiels (überall dort wo die Public Relation-Abteil-ung- viel zu sagen hat) kritisch zu betrachten, um Kommunikation mit Einrichtungen wie der USK braucht es da vorderhand gar nicht gehen, sondern sensibilisiert wird ein Produkt dort wo der momentane Zeitgeist gerade ein Auge hin wirft: Fortschritt oder „Bewusstsein“ bleibt diesbezüglich höchst selektiv, illusorisch und vordergründig.

Es gibt (immer noch oder weiterhin) genug Minderheiten die nicht berücksichtigt werden und sogar eben solche die durch Maßnahmen erst neu diskriminiert dazu kommen (weil sie erst die neuen Fein-d-bilder darstellen). Angepasst wird das was gerade en vogue wäre, oder sonst halt wegen einzelner Märkte (in Abwägung der jeweiligen Interessen dort).
Darüber hinaus nachjustiert (vor allem im Westen mittlerweile akzeptierte Gewaltdarstellungen für Japan, spätestens seit Resident Evil 7 regelmäßig). Angst vor Spinnen haben mehr Menschen, also geht es auch hier immer um Mehrheitsbeschaffung (mehr Zustimmung und damit, im Sinne der Erwerbsregeln, höhere Profite).‘

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