GOG und China II

Auf Steam (nicht öffentlich): ‚Die Partei wird eher als Grundlage des eigenen Wohlstands gesehen werden und dabei gar keine aktive Rolle spielen: hier in Österreich gab es zu Waldheim- und Haider-Zeiten ganze Heerscharen an LeserbriefschreiberInnen die jede Kritik im Keim erstickt sehen wollten. Alles lief unter dem Begriff der „Vernaderung“, das Land im Ausland schlecht machen.
Dieselbe Dynamik und Mentalität glaube ich hier zu erkennen, nur dass im Inland sowieso keine Kritik möglich wäre: der „Kommunismus“ in Wirklichkeit ein reaktionär-nationalistischer Konfuzianismus, der Gleichklang und Harmonie in der Gemeinschaft über alles stellt – auch Verdrängungsmechanismen spielen dabei eine Rolle (wenn etwa so getan wird als würde das Land der „Vernaderer“ gar nicht existieren).

Gleich gut konnte sich gefragt werden wie Einiges Russland eine Punk-Kapelle gefährlich werden könnte, deren Verfolgung war aber so absurd wie evident (obwohl ich weiß, dass ansonsten sehr viel Polemik gegen Putin in Russland zugelassen wird): es ging um die intrinsischen Werte, die eigene Vorstellung von Moral und Anstand – sogar um die Orthodoxie in der Religion und den repräsentativen Charakter von Frauen.
Das Problem aus meiner Sicht folgendes: Kritik an der chinesischen Partei ist im Westen zwar möglich, aber nicht bedingungslose jene an ihren UnterstützerInnen (die das hier verursachen) – seien es einfache Leute die kein Mea Culpa akzeptieren, oder Investoren die potentiell abspringen. Denn sobald die Mentalität ins Spiel kommt, wird der (Rassismus-)Vorwurf antichinesischer Ressentiments reflexartig laut.

Erdogan hätte das hierzulande sehr gerne – also dass Kritik an seiner Politik und seinen AnhängerInnen unter Rassismus firmiert. Aus irgendeinem mir ehrlich gesagt unerfindlichen Grund ist das aber nicht möglich, bei China schon: ein Boykott von GOG bald wieder (wie das Spiel auf Steam) verschwinden.‘

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