Zu Antje Nikola Mönning

Kommentar bei der Musikerin: ‚Als langjähriger WTP-Fan mit sämtlichen DVDs/BDs und jemand der beide MAE-Bände von Thomas Karsten besitzt verfüge ich hoffentlich doch über die Erlaubnis kritisch anmerken zu dürfen, dass die DE-Domain im Video zum Verkauf steht. Erst hier im WWW wurde mir unterhalb ein Link zur korrekten .COM-Adresse angezeigt. Über das Warum schweigt sich dabei nicht nur dieser Kanal aus, sondern habe ich auch auf Facebook nichts gefunden.

Die Seite liefert auf den ersten Blick ebenfalls keinen Hinweis darauf, erst die einfache Jugendschutz-Abfrage vor der Rubrik „VULVA BEAUTY“ erklärt dort indirekt den Grund. Wegen drei läppischer Bilder dahinter wurde offensichtlich ins Ausland ausgewichen.

Es ist eine Sache das Hausrecht eines US-Konzerns zu kritisieren, eine gänzlich andere die Umstände dafür zu verschweigen. Also dass deutsche Behörden nicht einmal den privaten Betrieb einer Internetseite mit dem eigenen Körper von Frauen ungestört erlauben ohne Menschen dazu zu zwingen einen rigorosen Jugendschutz vor jede Öffentlichkeit zu stellen, der etwa österreichische AusländerInnen wie mich – die über keinen deutschen Ausweis verfügen – komplett aussperrt.

Ein „Mann“ kann seinen Penis, solange dieser nicht erigiert wäre, am eigenen Körper herumschleudern soviel „er“ möchte, aber eine „Frau“ darf nackt keinen Spagat machen. Selbst die drei unschuldigen Aerobic-Videos welche hier kürzlich dankenswerter Weise hochgeladen wurden könnten davon bereits betroffen sein – was Frauenkörper erst recht sexualisiert, das heißt deutsches „Recht“ und keine amerikanischen „Algorithmen“.

Und diese deutsche Regulierungsabsicht betrifft mittlerweile sämtliche visuellen elektronischen Medien, nur keine Musik und Literatur nicht (deshalb der Verweis auf Karsten): jede Person läuft im Internet in Deutschland darüber Gefahr Schreiben von der Mischbehörde „Kommission für Jugendmedienschutz“ oder Beschwerden der (dafür zuständigen) Landesmedienanstalten zu erhalten. Nur darüber zu berichten würde tatsächlich politischen Mut erfordern, nicht einfach (von Deutschland gesehen) ins .COM-Ausland auszuweichen.

Es ist nicht nur intransparent darauf nicht zumindest hinzuweisen, sondern nur die halbe Wahrheit und somit unehrlich, sowie wenigstens ansatzweise ebenso bigott wie die Politik der beiden Zuckerberg-Firmen Facebook und Instagram.

Auf gut bairisch: sowas hab ma scho gern.‘

Beitrag zum heutigen Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung.

Replik: ‚Ich sprach von der Pornografieschwelle, also dem Medienbereich, und wie niedrig diese bei Frauenkörpern mitunter so angesetzt wird, das heißt auch außerhalb der von großen Konzernen wie Facebook kontrollierten sozialen – welche schrecklichen Konsequenzen das ausgerechnet für Deutschland hat. Und gewöhnliche Penisbilder fallen da weitgehend einfach nicht darunter – vaginale Darstellungen jedenfalls sehr viel schneller.

Dass liegt auch daran, dass im Nudismus ein nackter Mann mit gespreizten Beinen weniger Aufsehen erregt, einer Frau damit aber sehr schnell sexuelle Provokation unterstellt wird – also hat sehr viel mit patriarchalen Strukturen und Rollenbildern zu tun.

Ich sprach nicht von Verhalten im öffentlichen Raum an sich. Dass darüber hinaus Gesetze existieren die Nacktheit grundsätzlich untersagen ist klar und diese können natürlich auch die Medienproduktion betreffen – wie die Autorin hier selbst nach der Produktion von „Der Geschmack von Leben“ (2017) erfahren hat https://www.abendzeitung-muenchen.de/promis/antje-moenning-tv-nonne-nach-nackt-skandal-vor-gericht-art-458788 Das Endprodukt, also den Film, hat das jedoch ebenfalls nicht betroffen (trotz mitunter sehr expliziter Szenen): dieser wurde für Erwachsene in Deutschland freigegeben. Ihre Internetseite mit einzelnen Szenen die sie daraus zeigen hätte die Autorin jedoch zweifellos auch wieder ins Ausland verlagert bzw. verlagern müssen ohne davor rigorose Maßnahmen extra für Deutschland zu ergreifen die ausländische Menschen wie beschrieben völlig ausgeschlossen hätten usw.

Das bitte ich zu unterscheiden. Danke.‘

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