Jeansboys 4-ever

Abschiedsvorstellung auf Steam (zum letzten Mal nicht öffentlich): ‚Ich denke erst kürzlich hier angesprochen zu haben dass es sogar einmal eine Zeit gab als versucht wurde Hintern zu entsexualisieren (vom Geruch bis hin zur Ästhetik), da der Hintern etwas ist das sämtliche Menschen teilen. Also genau weg zu bringen von Pasolinis sexistischem Jesus-Motiv in der Jeanswerbung.
Dass darüber aber offensichtlich auch das glatte Gegenteil probiert werden kann mal wieder mehr als bezeichnend zu nennen: offenbar nicht genug Frauen(figuren) ständig zu viktimisieren, nein, sondern Frauen könnten Frauenhintern natürlich auch nicht (sexuell) attraktiv finden. Das erneut mit diesem absolut widerwärtigen Begriff der „Boner Culture“, der mit seinem menschenverachtenden „Antisexismus“-Sexismus schonmal mit unterstellt dass „Männer“ überhaupt über einen erigierenden Penis verfügen würden, zusammenzubringen.

In der Tat wird nach „Mass Effect“ so auch das neue „Halo“ ganz anders aussehen. Einen Vorgeschmack an dieser Form asexueller Belästigung gab es diesbezüglich kürzlich in „Tell Me Why“ (nicht) zu „bewundern“, indem die Kamera konsequent am Rücken festhielt und jeglichen Blick auf den Hintern der „Schwester“ dem so inkriminierten „gaze“ auffallend konsequent verwehrt wurde. Ungeachtet jeglicher Bekleidung oder eigentlicher Körperbilder.
Wobei in der letzten „Tomb Raider“-Trilogie der Hintern dahingehend genau genommen quasi schon der letzte (noch) sexualisierbare Zufluchtsort gewesen ist.
Nein, narrativ um einen läppischen Kampf-DLC um Wettbewerb und „Fähigkeiten“ geht es dabei wirklich nicht, sondern die komplette Verweigerung sexuellen Ausdrucks und glatte menschenverachtende Diskriminierung gegenüber all jenen (so angenommenen) Scheusalen und „Zurückgebliebenen“ vor den Bildschirmen und in den VR-Brillen.

Also beinharte Politik und (a)sexuelle Verfolgung die nicht einmal übertrieben werden kann, sondern unter keinen Gesichtspunkten verharmlost werden dürfte.
Genauso jeder andere Affekt ebenso entfernt werden, unterstellt, dass jemand der in einem Videospiel „Blut“ sehen möchte doch nur „gewaltgeil“ ist, „spitz“ auf Mord- und Totschlag sozusagen wäre – um die hiesige niveaulose Wortwahl zum Abschluss ausnahmsweise einmal beizubehalten. Alles, sämtliche Darstellungen, „unnötig“ und „kein Spiel“ wäre etc.

All das wäre einfach zurückzuweisen – in einer wirklich gerechteren realen Welt und keiner in der „gut verdienende“ Privilegierte jeder Coleur ihre sexualfeindlichen Neurosen dagegen vermarkten.

Aber gut, die Unterstützung für solche „Anliegen“, diese Form von Awareness-Politik, von Marktschreiern und menschenverachtenden Zynikern wie Herrn Sterling kann mich naturgemäß dabei genauso wenig überraschen wie dieses unerwünschte Sexualität ausgrenzende und unterdrückende „Bewusstsein“ an sich.
Einerseits. Andererseits ist sie (die Unterstützung für diesen abscheulichen Zeitgeist) aber auch nur ein Symptom für die ebenfalls ausnahmsweise zu pathologisierende Krankheit namens Intoleranz. Die „Hass“ keineswegs bekämpft, wie sie so gern vorgibt und behaupten möchte, sondern im Gegenteil garantiert (!), mit ihren andauernden und unreflektierten TäterInnen-Opfer-Umkehrungen reproduziert. Als ständige, immer wiederkehrende Gewalt die sozusagen nur eines keinesfalls sein sollte: immerwährend – so wie die österreichische Neutralität ^^ Nun, „blockieren“ allein reicht anscheinend nicht. Also nochmal, tut mir leid: entfernt.‘

NachleseAnfrage 2005.

Information (Meldung erstattet): ‚(…) „Plain hate-speech, diffamation and denunciation provided through many comments in the German language on several status postings. This user brutally harassed and violently terrorized the gender, bodies and sexuality of people like myself by deriding and ridiculing their (inherent) constitution and interests. This review is meant as a good example.“‚

Nachtrag 11. Feber: ‚Ja, alle Spiele sind politisch – sogar der Landwirtschaftssimulator (der sogar ziemlich). Die Position von Konzernen wie Ubisoft diesbezüglich absurd, unhaltbar und verwerflich – erwuchs aber auch aus nichts anderem als dem Unvermögen und denkbar schlechter Beratung, dahingehend ihre eigenen Inhalte nicht öffentlich verteidigen zu können.
Und kein Spiel „ist nur ein Spiel“ – das sogar noch ein viel größerer und in negativer Hinsicht gefährlicher Unsinn.

Also das alles stimmt wirklich. Nur der einzige positive Aspekt den die Entfernung jeglicher unerwünschter Darstellungen wie Fetische schon im Ansatz zugegeben hat, nämlich der Applaus all jener die sich daran gestört haben, damit nicht konfrontiert werden wollten, ändert nicht das Geringste an dem dadurch verursachten immensen Schaden.

Zumal es da keineswegs bei der Ausgrenzung allein bleibt, sondern es ist immer auch eine aktive Beschimpfung zentraler Bestandteil davon: den „deplorables“, dem aggressiven „trash“ nicht nur mitzuteilen dass ihre Interessen nichts wert sind, als bedrohlich und unangemessen einzustufen wären, sondern grundsätzlich damit zu sagen was Sache ist – wo es lang geht – sie in ihre Schranken zu weisen.

Das trifft aber nicht einmal immer zu – wenn es den Konzernen nicht weh tut und sie meinen irgendwie selbst sogar noch einen Profit daraus schlagen zu können: siehe „Mass Effect 3“, da haben die „Gamer“ und „Fans“ selbst ihre absurden Forderungen sehr schnell durchgesetzt. Und was die Beliebigkeit nachträglicher Veränderungen betrifft kann ich als Konsolenspieler bei diesem Generationswechsel sogar in technischer Hinsicht vor diesem „Service“ nur warnen, da ohne ungepatchte Spiele auf Disc der Vorteil der neuen schnelleren Geräte teils nicht einmal gewährleistet ist.

Aus marxistischer Sicht konnte und wurde dem Kapital während der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert zurecht vorgeworfen, das Proletariat (mit „Prolet“ als weiterer typischer Schmähung heutzutage) in der erdrückenden Arbeitszeit dermaßen mürbe zu machen, dass es danach keinerlei sexuellen Antrieb mehr verspürt – biologisch damit es nicht größer wird und irgendwann unkontrollierbar, kulturell damit es nicht abgelenkt wird sondern in den Fabriken konzentriert die Maschinen bedient, tote Hose am Fließband steht.

Genau dasselbe passiert hier in der Dienstleistungsgesellschaft des 21., bei dieser Politik „gut verdienender“ Privilegierter: unter dem Deckmantel von Inklusion oder Jugendschutz wird gerade keine Diversifikation betrieben, sondern aus nichts anderen als kommerziellen Gründen (um es nur scheinbar ja allen Recht zu machen) wirklich der Gleichklang eines leicht verdaulichen Breis ohne jeglichen Charakter präsentiert.

Dafür (angeblich) mit vielen präsentierbaren „Charakteren“ (aus Gründen der Repräsentation, die aber in Wirklichkeit alle austauschbar sind und wiederum ja nur nirgendwo anecken dürfen, keine Kanten zeigen). Und genau deshalb ähneln sich spätestens seit „Overwatch“ große Millionen scheffelnde Titel wie „Fortnite“ oder „Arms“ ästhetisch auch so sehr. Ist die einzige Alternative die noch verblieb die Abstraktion (so wie in „Warframe“ oder „Destiny“), können einzelne Titel ansonsten nur versuchen (zuletzt etwa Cyberpunk) sich Etiketten wie „Satire“ oder „Dystopie“ umzuhängen um unangepasste Inhalte (noch) auf den Markt zu bringen. Nein, eine linke Attacke ist das ganz und gar nicht – ganz im Gegenteil.
Ich entstamme übrigens dem Subproletariat, also den (ehemals) land- und besitzlosen Menschen.‘

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