Neues zu Antje Nikola Mönning

Neuer Kommentar: ‚Sorry, dass ich mich noch einmal ausgerechnet an dieser Stelle melde, aber wird es nun eine Stellungnahme zu den Vorgängen seit gestern hier geben? Das zuletzt veröffentlichte vierte Aerobic-Video ist nämlich nach nicht einmal 24 Stunden entfernt worden. Zunächst dachte ich ja es sei „nur“ auf „privat“ gestellt worden, was auf dieser Plattform leider öfters vorkommt wenn sich jemand mit etwas nicht mehr wohl fühlt (also auch ohne dass andere Parteien etwas dagegen gehabt hätten), aber Google teilte mir mit dass es im Gegenteil sogar als das schlimmste, das heißt als „Pornografie“, gebrandmarkt worden war.

Ich konnte das Video gestern am Abend zwar noch rechtzeitig sichern, hatte bislang allerdings keine Zeit gehabt es zu sichten. Kann also (noch) nicht beurteilen ob es wegen einer anderen Ästhetik gesperrt wurde, das Video „Opfer“ der „Algorithmen“ oder einer singulären Beschwerde wurde. Die anderen drei sind jedenfalls weiterhin verfügbar.

Auch ist mir aufgefallen, dass die Kategorie „VULVA BEAUTY“ mit den drei ursprünglich von mir festgestellten Bildern von der Homepage mittlerweile komplett entfernt wurde. Zumal mir erklärt worden war, dass es weniger um die Domain (wie etwa einen Wechsel von .DE zu .COM) dabei geht, sondern das (nach wie vor deutsche) Impressum.
Ich frage auch deshalb noch einmal nach, weil sich zu den Aerobic-Videos bislang überhaupt nicht direkt geäußert wurde, sondern nur zu dem Musikvideo – mir diese Videos grundsätzlich eher experimentellen Charakter zu haben scheinen (im Sinne von „die Grenzen“ von YouTube austesten). Zwar kann im Nachhinein natürlich immer behauptet werden, dass Maßnahmen „zurecht“ ergriffen wurden – ein „altes Hirn“ in der Lage sein sollte „neu zu denken“ – doch wenn solche Vorgänge im direkten Umfeld von Äußerungen und Ausdrucksformen die sich ureigentlich doch gegen „Zensur“ richten möchten, stattfinden, meine ich doch dass eine kurze Stellungnahme angebracht wäre. Danke!‘ Nachlese

https://www.youtube.com/watch?v=o9ddzHorr_E (Autopsie vom 19. Feber 2021)

„Jugendschutz“ für Pornografie?

Ironischer Weise gibt Frau Mönning auf ihrer Homepage sogar einen mit Jugendschutz „beauftragten“ Juristen an – so wie es in Deutschland (leider) üblich ist und von Gesetz wegen formal gefordert wird. Ok… Das ergibt dann für mich doch ein recht fragwürdiges „Geschmäckle“, wenn jemand gleichzeitig trotz allem wohlfeilem Wissen darum immer noch meint gegen die Zuckerberg-Firmen (gegebenenfalls glaubwürdig) auftreten zu können.

Gebe als persönliche Ergänzung hier kleinlaut auch unumwunden zu, dass meine vormals sehr hohe Meinung von Frau Mönning, „ihrem“ Anwalt und leider auch WTP in den letzten Wochen deshalb einigermaßen gesunken ist, das heißt darunter gelitten hat. Im Nachhinein betrachtet werden so nämlich ebenfalls manche Einstellungen in den älteren Filmen „24/7 – The Passion of Life“ und „Engel mit schmutzigen Flügeln“ nicht „freiwillig“ erfolgt sein, sondern mit genau diesem Wissen im Hintergrund. Soviel zur „Unabhängigkeit“ dieser Produktionen: beim letzten FSK-18-Film von WTP, „Der Geschmack von Leben“, konnte ich diesen Eindruck zwar nicht mehr gewinnen, aber auch so wird sich dort wohl oder übel nach den jeweiligen Vorgaben des Zeitgeistes angepasst opportunistisch (ein)gerichtet werden. Traurig und schade. Sehr schade!

Nachtrag 22. Feber: mittlerweile hat die Künstlerin einen anderen Account eingerichtet.

24. Feber: mittlerweile sind auch das erste und das dritte Aerobic-Video nicht mehr auf YouTube verfügbar. Nur das zweite kann dort (noch) aufgerufen werden – was bereits über 300.000x getan wurde. Laut der Kreativen hätte diese stolze Zahl schon vor ein paar Tagen auch ein anderes Video (vor seiner Sperre) erreicht.

Soviel zur Sensationalisierung des menschlichen Körpers, vulgo „sex sells“. Die natürlichste Sache der Welt? Von wegen.

Effektiv sind diese Varianten des Deplatformings auf jeden Fall. Egal ob nach einem Wechsel von Twitter zu Telegram, oder wie in diesem Fall von YouTube auf (ansonsten pornografische) Alternativen – Reichweiten wie vorher können hernach so auf gar keinen Fall mehr erreicht werden.

Im schlimmsten Fall dürfte die Existenzgrundlage sehr schnell gefährdet und damit entzogen werden, wenn jemand etwa nicht einmal mehr wissen sollte womit die nächste Miete beglichen werden könnte. Der (vermeintlich) „gute“ Zweck heiligt die (menschenverachtenden) Mittel: wer noch die unsinnigsten Töne aus dem eigenen Mundwerk blärrt darf bleiben, wer einfach nur nackert sein will muss gehen. Genau so (und nicht anders) möchte das schließlich vielfach auch der Schrecken des Journalismus – als Normalität haben.

Update 1. März: der YouTube-Kanal wurde von Google nun sogar gelöscht. Drei Musikvideos deshalb auf Vimeo verfügbar.

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