Neues zu „The Last of Us, Part II“

Steam: ‚Es geht ja nicht nur um Äußerlichkeiten, etwa darum dass Attraktivität klar Lebenschancen erhöht, sondern auch um Widersprüche bei den „inneren Werten“: beim Standard schrieb ich vorhin in einer Replik, dass zwar ständig Stärken gefordert werden, aber dann doch Schwächen erwünscht sind – letztes Jahr etwa mit diesem Artikel https://www.gamestar.de/artikel/frauen-in-videospielen-ellie-the-last-of-us-part-2,3359023.html Das ist alles so unglaublich oberflächlich und peinlichst bestimmte, erwünschte Wesenszüge abklopfend. Also allein zur Figur der Ellie aus „The Last of Us, Part II“: ihr Glück im Spiel währt wirklich nur äußerst kurz, damit können sich vermutlich auch mehr Menschen identifizieren als sie zugeben wollen werden, dann hat sie garantiert nicht nur Schwächen sondern ist in vielerlei Hinsicht komplett zerrissen. Ich sagte ja schon, dass ich das Familienbild eher konservativ finde.
Hinzu kommen bestimmte Eigenschaften die eher darauf hindeuten, dass die politische Manifestation eine ganz andere auch noch sein könnte als sie diesem pseudo-egalitären „Propganda“-Liberalismus so vorschwebt: zum Beispiel nennt sie ihre Freundin mehrmals „Babe“, ich hatte das letztes Jahr hier bei diesem Tor (gate) explizit zu dokumentieren versucht https://www.youtube.com/watch?v=uxvQ1qVtA5I , als männliche Figur dürfte sie das ja gar nicht mehr.

Und als der Vater des Kindes im Bauch ihrer Freundin später zurückkehrt wird sie zum dritten Rad am Wagen, sie schreibt zwar in ihr Tagebuch dass es gut sei dass er wieder da ist und sie beschützt (man merkt aber dass sie lieber beides tun würde, die doppelte Männerrolle einnehmen, also losziehen, auf Menschenjagd gehen und ihre Freundin gleichzeitig beschützen), doch als sie wieder allein unterwegs ist bringt sie unbeabsichtigt eine andere Schwangere um.

Als Höhepunkt des Spiels – dann kommt es zur Konfrontation mit ihrer Antagonistin und aus deren Sicht wird alles neu von vorne erzählt.
Jeder Blickwinkel relativiert, doch den Blickwinkel der User die sich über das Aussehen von Aloy beschweren will von denen ja überhaupt niemand einnehmen. Dafür haben sie nur Verachtung übrig, sie faseln von „Liebe“ und „Empathie“ , „Spiele sind Liebe“, „feierten“ angeblich „Vielfalt“ von der sie so gerne reden, aber im Grunde verfügen sie über genau nichts von alledem – und keinerlei Bereitschaft dazu. Außer Vorurteile, Vorbehalte und Ablehnungen gegen – wie gehabt – alles „Spekulative“.
Glücklicherweise sind (noch) viele Spiele besser, stehen darüber – wie jedes Kunstwerk von einigem Rang. Das im Spiel ist etwa auf dramaturgisch hohem Niveau, aber in der Presse habe ich praktisch nur Blödsinn über das Spiel gelesen – allein schon weil über solche „Spoiler“ nicht ohne Vorbehalt berichtet werden kann. Narrative Videospiele und Videospiel-Charaktere darin können deshalb eigentlich gar nicht dargestellt werden, außer über so oberflächliche Phrasierungen und Gemeinplätze.
(…)‘ Nachlese: 1, 2, 3, 4.

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