Palermo oder Wolfsburg? „Jugendschutz“ zwischen Deutschland und Italien…

Replik auf Steam (nicht öffentlich): ‚Tabu? Zufällig vorhin erst bemerkt: Filme wie „Cannibal Ferox“ von Umberto Lenzi sind in Italien schon frei ab 14 (!). Und auch nicht erst seit eben, etwa in Form einer völlig verantwortungslosen (Neo-)Liberalisierung, sondern das war (dort) schon immer so: „vietato ai minori di 14 anni“. Mit zeitgenössischer amtlicher Versiegelung: „Visto censura: n. 76311 del 10-03-1981“. Forty years and (still) counting.

Soviel zu „Mama, Papa, Zombie“ und (in dem Fall) die lieben KannibalInnen südlich des Brenners: ob gefühlt deshalb dort verwaltungstechnisch „alle“ promovierte JuristInnen sind kann ich (aus der österreichischen Ferne) naturgemäß nicht beurteilen, wenn selbst der bloße Gedanke daran (aus deutscher Sicht) nicht bereits „rassistisch“ wäre. Wie dem auch sei: solche Filme sind ja etwa nicht einmal aus England so einfach zu bekommen und ich nehme jedenfalls an, dass der italienische Amazon diese auch anstandslos nach Germanien versenden würde. Dem europäischen Binnenhandel sei Dank (trotz der Ironie von „Zensursula“ an der Spitze der Kommission).
Bleibt also nur die Sprachbarriere übrig, doch wer als Moral-Weltmeister offen und aufgeschlossen wach und bewusst mit entsprechender Haltung lebt überwindet selbstredend auch diese. Oder wie war das mit der Kolonial…, ähh, Unterwerfung?‘

Am Ende mit Bezug zu folgendem Zitat: „Ausländische Anbieter unterwerfen sich deutschen Schutzregelungen“ https://www.jugendschutz.net/fileadmin/download/pdf/bericht2017.pdf (26, 26.7.21). Filmempfehlung (Werner Schroeter 1980) auf MUBI. „Visto censura“ zum Lenzi-Film gefunden auf einer DVD aus dem Jahr 2017 (Bestätigung durch OFDb-Eintrag von 2018).

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