Replik zur Situation: die (End/)Ent-Rüstung

Kommentar: ‚Menschen sind kein Gift. Der inflationäre Gebrauch zutiefst menschenverachtender Begriffe nicht nur nicht hilfreich, sondern Teil des Problems und keine Lösung: die Politik von Frau Merkel in Deutschland, so sehr sie für Europa ein Segen gewesen sein

mag, hat bereits erstmals nach 1945 zum Aufstieg einer Partei rechts der Union geführt.

Weitere Faktoren: die globalisierte Start-up-„Kultur“, Produktion in Billiglohnländern (Pfanner in der Ukraine), die Mentalität von Herren wie Schmid und Wolf hier in Österreich, die Fluidität von Kategorien wie Geschlecht, „kritische“ Rassentheorien und Komiker mit Briefkastenfirmen als Präsidenten. Sie mögen es nicht „nachvollziehen“ können, dabei nur den „Kopf schütteln“ und dies Ihrerseits menschenverachtend finden, aber für manche bleiben Mütter Mütter und Väter Väter https://orf.at/stories/3168345/ Und genau diese von vielen geteilten Werte, bleiben in der Welt.

Hetzen keineswegs „mutig“ zu nennen – im Gegenteil: Neutralität ganz anderes gebieten.‘

Nachsatz zur Videospielindustrie: das ukrainische Studio GSC Game World, das zweifellos über einen lukrativen Vertrag mit wenigstens Microsoft verfügt, ruft auf Steam mit Kontonummer (!) und absolut nationalistischen Tönen zu Spenden (!) für die ukrainische Armee (!) auf.

„Transfers are possible from all over the globe.“ Soviel zur einstigen Fiktion des militärisch-industriell-medialen Komplexes.

Meine Ablehnung gegenüber der Idee des Pazifismus und den moralischen Überlegenheitsdünkeln der Friedensbewegung bleiben zwar weiterhin aufrecht, aber wer meint gegen die russische Armee antreten zu können und damit das Leben (von noch mehr) jungen SoldatInnen aufs Spiel setzen zu sollen (im schlimmsten Fall noch unter dem Deckmantel der „Empathie“ – als Gipfel der Perfidie) muss wahrlich „full tonto“ gegangen sein, wie der britische Verteidigungsminister über den russischen Oberbefehlshaber informell verlautbarte.

Das einzige was an dieser Stelle angebracht wäre ist auf ein weiterhin vorhandenes Mindestmaß an Stabilität zu hoffen: keine Provokationen oder Beschimpfungen mehr! Einfach einmal Stopp sagen, Respekt an den Tag legen und im besten Fall gedankenverloren in sich gehen. Ruhe bewahren. Sogar das Wort „Krieg“ sollte dabei wirklich vermieden werden, denn sollte die Lage noch weiter eskalieren und der (NATO-)Bündnisfall eintreten ist die Welt wie wir alle sie kennen höchstwahrscheinlich am Ende. All das deshalb weder „Appeasement“ noch „feige“ oder ein sich einschüchtern lassen, denn wir haben nur eine Welt zur Verfügung: ja wir leben alle auf einer Welt. Wir sind alle Menschen und dahingehend sollte sich als „Zivilgesellschaft“ ebenfalls unsere Solidarität richten!

Sollte es zum Bündnisfall kommen, wird dieser kaum territorial begrenzt werden können und zu einem Flächenbrand sich über den ganzen Kontinent ausbreiten. Niemand weiß wie Russland wirklich reagieren würde, sollten einmal westliche Truppen auf russische Verbände schießen: im Baltikum, an der polnischen oder rumänischen Grenze (nahe Transnistrien) – das gilt es unter allen Umständen notwendiger Weise zu verhindern! Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass ein solcher Konflikt mit Nuklearwaffen auf beiden Seiten nur mit konventionellen Mitteln geführt werden würde. Bereits am heutigen Abend und ersten Tag, laut russischem Propagandasender haben sich die russischen Streitkräfte bereits zur Ruhe gelegt und ihre „Arbeit“ für den Tag beendet (die ganze „Operation“ soll in den nächsten Tagen – wohl bis zum Wochenende – abgeschlossen sein und eine Besetzung der gesamten Ukraine wird weiterhin abgestritten*), wurde schließlich das ehemalige Kernkraftwerk Tschernobyl als Schauplatz von Kampfhandlungen ins „Spiel“ gebracht – was in den „sozialen Medien“ gleich populäre Fantasien über die mythische „Zone“ dort evoziert hat.

Mittlerweile wird kurz vor Mitternacht vor Luftangriffen auf die Hauptstadt in den frühen Morgenstunden des 25. Feber gewarnt: wer westliche Medien verfolgt kann beunruhigende Informationen darüber erhalten, dass sich in der Psyche des russischen Präsidenten in den letzten Jahren etwas verändert hat – abgesehen von den üblichen Anschuldigungen seinen kolportierten „Machismo“ oder sportlichen Hintergrund als Judoka betreffend: wie illusorisch die Möglichkeiten auch gedreht werden mögen – die Welt steht vor dem Abgrund und befindet sich in der Gewalt einer einzigen Person.

Wie konnte es soweit kommen? Was ist in den letzten acht Jahren passiert?

Über zwanzig Jahre hätte diese Situation verhindert werden können. Was machte der Westen in der Zwischenzeit? Geschäfte: Gazprom ist zu einem der größten Konzerne Europas aufgestiegen. Die Heuchelei nicht in Worte zu fassen.

Auch ich hätte gerne verstanden, „warum ein Militärbündnis wie die NATO unter amerikanischer Dominanz, als Relikt des kalten Krieges, seit 20 Jahren ständig in Osteuropa vorrückt, immer näher an die Grenzen Russlands.“ Und meine vor allen Dingen was „es nun braucht ist Abrüstung bei den Waffen und bei den Worten auf beiden Seiten.“ Muna Duzdar

Sowie teile mit, dass meine Fremdscham über so ein Studio ausnahmsweise kaum größer ausfallen könnte und es braucht wirklich viel um mich in der Sache über etwas einmal so richtig empören zu können. Nur drei Worte: shame on you

GSC Game World!

Das ist das erste (und hoffentlich letzte) Mal in meinem Leben, dass ich mich schäme Videospieler zu sein: das Thema wurde von einem Moderator gesperrt. Kommentare sind nicht mehr möglich.

(Das werde ich vorsichtshalber auch hier tun.)

Steam, nicht öffentlich… ‚Mit Nummer im „patriotischen“ Tonfall zur Einzahlung auf ein Armeekonto aufzurufen: als ob nicht bereits genügend Menschen für ihr „Vaterland“ den „Heldentod“ gestorben wären, weil die Ukraine niemals untergehen würde. Und dieselben welche so etwas womöglich noch unterstützen wollen ansonsten dieses Gedankengut bekämpfen. Weil sich irgendjemand vernunftbegabt gegen die russische Armee stellen könnte. Die russische Armee… Dabei hat Russland allen die sich einmischen, das heißt auch Atommächten, bereits am Morgen gedroht… Nein: Krieg ist immer gleich. Das einzige was an dieser Stelle deshalb alternativlos gefordert werden kann ist Frieden! Die Waffen niederzulegen!“

Fighting is nonsense. You’re not a coward when you’re saving your own life!

* Russland strapaziert in der Propaganda weniger den angeblichen „Genozid“ an Russen in der Ukraine als vielmehr die Bekämpfung neonazistischer Milizen in Hinblick auf die nachweisliche Verherrlichung historischer Figuren wie Jaroslaw Stezko und Stepan Bandera (ohne diese Personen beim Namen zu nennen). Bereits 2014 wurde vorgeworfen es habe in der Ukraine ein „Coup“ von „Faschisten“ stattgefunden – was im Westen stets, aus meiner Sicht nur wenig glaubwürdig, abgestritten wurde.

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