Neue Kommentare zu Sexualmoral und Gewaltdarstellungen

Zum Sex der „The Witcher“-Franchise bei IDG: ‚Den Sex bei „Geralt“ brauchen sie demnach um diesen später als eine Form von Stalker zu etablieren? Was für eine fadenscheinige „Begründung“.
Das hat mich schon an ihrer Quasi-Entschuldigung für die Karten des ersten Teils massiv gestört. Wie ich diese rechtfertigende Gedanken zu meinen, gegen einen angeblichen „Selbstzweck“ dabei argumentieren zu brauchen, den es ohnehin nicht gibt – außer in Ressentiment-beladenen Vorurteilen gegen Darstellungen, ablehne.
Niemand bräuchte sich dafür erklären. Für eine schöne Landschaft braucht es schließlich auch keine Begründung geben.‘

Zur „Zensur“ beim VDVC: ‚Die BPjM wäre die erste, welche – von „River Raid“ bis „Doom“ – nicht behaupten könnte, dass „jugendgefährdende Medien“ zu haben schonmal überhaupt eine objektive Kategorie wäre (!). Stattdessen wird mit dem „Wertewandel“ bedenklicher Weise jedoch weit eher ins glatte Gegenteil „argumentiert“.
Und davon zeugen eben auch diese unreflektiert normativen „Stellungnahmen“. Die (Wert-)Urteile/Meinungen bleiben unbefragt.
Mit etwa Sony und ihrem prominentesten Beispiel, dem „The Last of Us“-Multiplayer, als Speerspitze dieser moralischen Gewalt: die Entscheidungen für oder gegen (Selbst-)Zensurmaßnahmen in bestimmten Territorien werden von den Konzernen mittlerweile selbstbestimmt im Vorfeld getroffen. In Abstimmung und Abwägung mit den (multi)nationalen und internationalen Regulierungseinrichtungen.
Diese stimmen jedoch weiterhin über einzelnen Interessen ihrer BürgerInnen kommunitaristisch fremd. Anstatt dass sowohl Jugendschutz ein gleiches Recht für alle Jugendlichen wäre und wie purchaser schon schrieb auch individuell wahrgenommen werden könnte – ebenso wie Medienfreiheit für Erwachsene -, da dieses Gemeinschaftsdenken eben nicht alle Menschen berührt sondern immer nur Partikularinteressen verfolgt. Letztlich allein der Industrie in einer globalisierten Welt dient – zwecks Proftimaximierung in unterschiedlichen Märkten kreative Freiheit lieber aufgegeben wird, namhaft andersdenkende Stimmen in Journalismus und Wissenschaft kein Gehör finden, diese praktisch ausgegrenzt, angefeindet oder gleich unterdrückt werden, sollten sie entsprechende „Karrieren“ in diesen Bereichen anstreben. Spätestens die überbordende Bedeutung von Marketing-Figuren bei jeglicher Öffentlichkeitsarbeit gibt Zeugnis davon ab.

Von der ESRB (USA und Kanada) über CERO (Japan), GSRMR (Taiwan) bis zu USK (Deutschland) und PEGI (mehr oder weniger Resteuropa). Von aufstrebenden neuen Märkten wie aktuell etwa China ganz zu schweigen.
Um eine bestimmte Freigabe zu erreichen, siehe auch „Beyond – Two Souls“, erscheint es legitim kontinentalweise zu schneiden – und das scheint in kaum einer „Statistik“ auf, zumal Importe historisch auch anders reguliert wurden, diesbezüglich Sprachbarrieren vorherrschen usw. usf. Hinzu kommt ein vorauseilender Gehorsam in Richtung Sexualität – da werden, vor allem für den skandinavischen Raum, Altersangaben japanischer Spiele „getweaked“, wird andere Kleidung verwendet (zuletzt etwa bei „Bravely Default“) etc.
Selbst bei „Dying Light“ könnte einmal versucht werden hinter die Kulissen dieser Branche zu blicken: als es noch so aussah als würde Warner das Spiel auch hierzulande vertreiben, und nicht (wieder) Koch Media sowie auf Steam selbst publiziert werden, war ein Geolock umso wahrscheinlicher da Warner eine deutsche Niederlassung hat. Und Koch kann sich ihren Retail wohl vor allem deshalb leisten, da ihr Sitz im Tiroler Außerfern genau soweit reicht.
Wobei die hier in Österreich auch alles vertreiben was sonst keineR tut – wir sind ein kleines Land: weshalb die Berichterstattung über Koch in Zusammenhang mit „Dying Light“ in der deutschen Videospielpresse auch einigermaßen irreführend ist. Doch solange sich kein investigativer Journalismus dieser Sachen annimmt und stattdessen lieber dogmatische Floskeln und Begriffe (mit) verbreitet werden, wird diese Situation (auch) nicht klarer werden. Für keine Öffentlichkeit transparenter, niemand besser informiert sein.‘

30. Jänner. Nachtrag beim Standard: ‚Weshalb wurde mein „Erschreckend.“-Comment von gestern entfernt? Wenn jetzt nicht einmal Solidaritätsbekundungen mit Sarkeesian mehr erlaubt sind…
Ja ich finde diese Drohungen einfach nur schrecklich. Im Übrigen gefällt mir die teils sehr wohl ziemlich polemische Ablehnung welche sie in anderen Kommentaren erfährt ganz und gar nicht. Oder was soll redaktionell hierbei nun (wieder) unterstellt werden?‘

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