Weiterer Kommentar zur Körperpolitik in der Videospielindustrie

Mehr zur Rolle von Sarkeesian (im deutschsprachigen Raum): ‚Die Branche hat sich zumindest solidarisch gegen Hass gestellt und meinte damit zweifellos auch die Drohungen gegen ihre Person. Allerdings eben nur sehr einseitig: wenn ein Christian Huberts von „unerwünschten Elementen“ sprach und zusammen mit den
Sigl-Artikeln andersdenkende Menschen in ein extrem rechtes Eck stellen wollte, wenn hinter allem „gegen Gamer“ Formuliertem sexuelle Vorwürfe um das „Kellerkinder“-Klischee stecken, dann gibt es keine „Inklusion“ für diese Menschen. Bei „Subkultur“-Games gegen „Videospiele für alle“.
Sie werden vielleicht höchstens beschimpft, dafür mutmaßlich biologisch definiert ein Keil zwischen „Männer“ und „Frauen“ getrieben, statt Sexismus und Misogynität bekämpft, zwecks Click-Baiting boulevardisiert, Geschlechterunterschiede in Form von „Selbstkritik“ und Verhüllungsgeboten noch betont. Eine Bekenntnis- und Rechtfertigungslogik aufgestellt. Die ökonomische Macht von „Kickstarter“ wird wie andere „Realität“ über diese Körperpolitik nicht kritisiert.‘

Nachtrag: ‚Wenn heute „Gamer“ einseitig mit „Hass“ und Drohungen in Verbindung gebracht werden, in ein politisch rückständiges Eck gedrängt werden sollen, dann stammen die Vorwürfe nur eher schon aus der Branche selbst. Das ist alles.
Zu mehr Anerkennung für die Core-Gruppe hat diese Politik jedenfalls aus meiner Sicht als von derlei „Selbstkritik“ unmittelbar Betroffener sicherlich nicht geführt: die Industrie ist im Gegenteil nicht in der Lage zwischen Social/Casual und Core zu unterscheiden und transportiert aus PR-Gründen sämtliche Publikumserfolge im Sinne von „Videospiele für alle“ in einem Topf an die manipulierte Öffentlichkeit – egal ob das jetzt Kategorien wie Bildung, Gender oder Alter betrifft, während die „Mainstream“-Wahrnehmung eine verbliebene „Subkultur“ verschwörungstheoretisch zusammenfasst, dabei jede Menge Menschen als unerwünscht ausgemacht, dementsprechend angefeindet und ausgegrentzt hat. So sieht für mich dieses neue „Leitmedium“ aus – von Problemen im Vertrieb, bei der Technik, im Service, bei Förderungen und in der Kommunikation/Einschränkung von Inhalten ganz zu schweigen.‘

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Eine Antwort zu Weiterer Kommentar zur Körperpolitik in der Videospielindustrie

  1. Mrs. Fisher schreibt:

    „Anführungszeichen“. Lässt da „Dr. Evil“ „freundlich“ „grüßen“? 😉

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