Hideo Strange, oder: Neues zur beschimpfenden Körper- und Inhaltspolitik des Standard

Auffallend an der jüngsten „Metal Gear“-Rezension von Zsolt Wilhelm ist, dass auf die üblichen Vorwürfe – Beschimpfungen ominöser Massen – und Zuschreibungen weitgehend verzichtet wird: so taucht weder die Monierung einer einseitigen „Sexualisierung“ auf, noch werden sonst irgendwie „gleiche“ Inhalte „für alle“ gefordert, „Gewalt“ plakativ mit „Mord“ und Totschlag in Verbindung gebracht, ein ständiges „für“ und „wider“ vorangestellt etc. Sogar auf den üblichen Geschlechterdualismus, das stets biologistisch angehauchte Gender-Bashing „als Männer für Frauen“, die angeblichen Differenzen eines autoritär andere Feminismen ausgrenzenden einzigen „Feminismus“, und die verschwiegene, dialektische Ablehnung von Ambivalenz auf Erklärbärniveau, wird verzichtet: alles andere wäre angesichts der Komplexität und inneren Widersprüchlichkeit eines „Metal Gear“ vermutlich auch nur schwer möglich, das in all seiner ambivalenten Bedeutung von „Realität“ – und vorhandener Sozialität – oder deren bloßer Behauptung, bekanntlich kaum weiter entfernt sein könnte: Realismen, Kapitalismen und Sozialismen haben in dieser Welt nicht nur keine längerfristige Wirkmacht, sondern sind darin vermutlich nicht einmal Kategorien, welche in der ambivalenten Wirklichkeit von „Metal Gear“ universelle Geltungsansprüche erheben könnten. Und deshalb wird, wer nur in dialektisch-naturalistischen Bahnen denkt, bald ausrufen: „strange!“

„The Big Bang Theory“: so ähnlich wie jemand der mit 25 Minuten „Friends“ täglich sozialisiert wurde an einem Tag plötzlich „Lucifer Rising“ von Kenneth Anger anschauen soll, um nicht noch schwerer verdauliche Hausmanns-Filmkost zu nennen. Ein Kulturschock – Gerlinde gesagt.

Und es ist dabei vermutlich verlockend für so einen Journalismus des Qualitätsrevolverblattes das „Metal Gear“-Universum mit dem Standardsatz zusammen zu fassen: „Rambo deckt Weltverschwörung auf“. Da wäre sich der absonderlichen Lästigkeit gleich entledigt, aber so einfach ist das natürlich nicht. Da ist nichts, unbedingt oder bedingt, „Militarisierung“, „Kriegsverherrlichung“ oder „Gewaltpornographie“, wäre „Verschwörungstheorie“ im Sinne Derridas höchstens selbst eine Chiffre – wie ich vor Jahren über Regine Pfeiffer in Erfahrung gebracht habe wusste man sogar beim KFN, das das nicht klappen würde.

Tatsächlich wurde „Metal Gear“ als „Gewaltspiel“ in der „Killerspiel“-Debatte seinerzeit meines Wissens nach vollständig ausgeklammert und schlug sich Kojima in „Guns of the Patriots“ sogar auf die Seiten der Desensibilisierungshypothetiker – gab es später in „Rising“ ähnliche Dialoge.

Da würde sich jeder unversehens lächerlich machen – die eigene Unkenntnis und dürftige Aufnahmebereitschaft, letztlich das Kulturverständnis welches zu Wünschen übrig lässt, enttarnen. Kleiner empirischer Tipp: selbstgerecht Assoziierende, die Andersdenkende in erster Linie nichts als verunglimpfen können, verfügen wahrscheinlich über gar keines.

Also diesmal anders, auch „erotisch“: die „echte Erotik“ taucht zwar in nur leicht abgewandelter Form auch in dem Text wieder auf, ist diesmal aber mit einem anderen Adjektiv versehen – neuerdings sei sie „tiefgründig“ Mangelware bei „Metal Gear“, deshalb Grund zur Klage. „Echtheit“ wird dafür bei Zwischenmenschlichem gefordert.

Dafür wird als subtil große Idee nun, ganz feuilletonistisch, die vor allem aus Deutschland beliebte Umkehrung von brav/zurückhaltend-mangelhaft und bös/mutig-ergiebig betrieben. Behauptungen die eher Verhaftungen gleichkommen. Ich behaupte: nicht aus Versehen, sondern vorsätzlich.

So hat sich schon mancher dazu hingerissen „Star Wars“, oder gleich der ganzen Fantasy, „Fantasielosigkeit“ vorzuwerfen, oder „Pornografie“ gleich für bieder und prüde zu halten. Es scheint sich dabei um eine Form von rhetorischem Selbstschutz zu handeln: um keine dementsprechenden Gegenvorwürfe gelten lassen zu brauchen, werden die zu erwartenden Einwände gegen Äußerungen absichtlich und vorsorglich selbst getroffen. So kann sogar der Nudist leicht zum Spießbürger werden, und umgekehrt – also „alle“ angezogen und „moralisch“ bleiben „dürfen“, Vorwürfe vorbehaltlos frei artikuliert werden: egal ob das nun ganz schlechter Stil ist, oder nicht.

Und das erinnert auch an so manchen Spiegel-Text zu einem Roland Reber/Mira Gittner-Film: weil die eigenen Probleme oder Schwierigkeiten nicht erkannt werden wollen, oder auch nur ertragen werden, werden sie anderen – egal ob in Bayern oder sonst wo – untergeschoben, und seien es die Kreativen mit ihrem „lazy design“, ihrem „Selbstzweck“, ihrer „Spekulation“ oder „ludonarrativen Differenz“ selbst – im Rahmen perfider Verleumdungen – wenn schon nicht deren als zurückgeblieben ersonnenes Publikum, dem das eigentlich gefallen sollte (oder das auch nur könnte). Inhaltskontrolle als Nicht-Informationskontrolle: auch eine Täter-Opfer-Umkehrung und ein ganz eigentümlicher Fall von typisch deutsch(sprachig)er Jubelpresse – wir erkennen nichts an, das nicht „wir“ sind und in „unserem“ Sinne „mehrheitsfähig“ wäre.

„Das sind Eure Sachen. Eure Interessen. Eure Bedürfnisse. Ist Euer Stumpfsinn.“ Denn: „hurra! Wir Kritiker“ bleiben „gut“.

Wie äußerlich widersprüchlich das ist, in der pathologisierenden „Standard“-Sprache würde es wohl wieder „schizophren“ heißen, zeigt etwa der Umstand, wie das abgelehnte Begehren anhand des vermeintlichen Objekts der Begierde in Einklang mit sonstigen, potentiell kontroversen Inhalten gebracht wird.

Und so wird in überaus schlechtem Deutsch einerseits zwar zugestanden, dass „die Autoren von Folter und Kindersoldaten schwere Themen“ aufrollen, sich erlauben „politische Abgründe in einer bildgewaltigen Weise zu kommentieren, wie es sich die wenigsten Gamehersteller heute trauen“, andererseits das freizügige Kostüm der Figur Quiet zur „Provokation“ erklärt. Befördert ein (vielleicht nicht einmal vorhandenes) Strumpfband mehr Entrüstung als START II: dennoch hinzu kommt etwa die Kleidung-bezogene Behauptung, dass die „Provokation (…) jedoch vielfach nicht tiefer“ schürfen würde, „als ein Seidenstrumpf dick ist“. Voilà, fertig ist der behelfsmäßig notdürftig errichtete Selbstschutz.

Daraus könnte etwa geschlossen werden, dass Quiet nicht „nackt“ genug sei, oder die Frage aufgestellt suggeriert, weshalb sie sich keinem ganzen Batallion für sexuelle Dienste zur Verfügung stellt – gemeint ist das natürlich alles nicht, das wäre ja auch zu offensichtlich selbst „sexistisch“, sondern es sind immer nur jene sozialen Normen gefragt die hier scheinbar jegliches Denken bestimmen, das heißt etwa auch bei der „tiefgründigeren“ Erotik und echten „Zwischenmenschlichkeit“ gegen „Futter für Spanner“: „Die Kamera zoomt bei jeder Gelegenheit auf Hautblitzer heran, nimmt eingenässte Hosenschritte ängstlicher Söldner ins Visier und drückt einem sogar gleich in der allerersten Szene die Brüste einer Krankenschwester ins Gesicht.“

So kann anscheinend alles pervertiert und pornografisiert werden, wenn denn nur ausreichender Wille zugegen ist: Dusan Makavejew dürfte deshalb schon recht gehabt haben, als er eine solche Situation am Anfang von „W.R.“ kapitalistischen Spießgesellen prophezeite. Ja, vielleicht haben „wir“ anderen das auch nicht anders verdient, aber wie hätten „wir“ es verhindern können?

Hinzu kommt, dass trotz der aktuellen Flüchtlingsproblematik in Europa Migration, Not und Elend in dem Text, obwohl sie zentraler Bestandteil von „Peace Walker“, „Ground Zeroes“ und „The Phantom Pain“ sind, keinerlei Erwähnung finden – wie pornografisch und pervers das diese Rezension erst macht.

Doch wie dem auch sei: so oder so offenbart sie einmal mehr ihren patriarchalen, heteronormativen und dünkelhaften Charakter, welcher derlei Gebote, Interpretationen und Zuschreibungen praktisch immer begleitet hat. Von ihrer immanenten Misogynität und sexistischen Patronanz, welche sie beide wie selbstverständlich als ihr jeweilig überlegen-überhebliches Gegenteil veräußert, ganz zu schweigen: sie behandelt Frauenfiguren wie Schutzbefohlene, viktimisiert sie und deckt ihre Körper allein mit Verhüllungsgeboten zu. Während den Männern in ihren Uniformen, sämtlicher anderen Darstellungen und Kleidungen keine Bedeutung zugewiesen wird. Auch das ist schließlich Ausdruck dieses Normdenkens – das, neben Entschleunigung, vielleicht höchstens „nackte Männer“ als Topos, alternativen Gemeinplatz, kennt.

Dass ein Mensch der an sexuellen Visualisierungen nicht interessiert ist auch ein „Onechanbara“, „Dead or Alive“ oder „Senran Kagura“ – um den noch relativ frivolsten kommerziellen Ausdruck mit Frauen im Westen (außerhalb Japans), den es nunmehr dankenswerter Weise gibt, zu nennen – mit einem ganz anderen Blick betrachtet, als es der heterosexuell-männliche so nahe legt, spielt da keine Rolle. Denn das würde ja eine Differenzierung bedeuten, die über jene Dialektik hinausgeht. Dass unter Umständen vielleicht gerade das den Witz, Spaß oder Intelligenz ausmacht. Und den Reiz.
Nein. Es geht immer nur um eine Verhinderung normiert gedachter „Bilder“, eine Anpassung an etablierte „Kultur“ – selbst wenn es diese Vorgaben dort nicht einmal (mehr) gibt, eigentlich längst nicht mehr – bleiben Rollen die selbst bei Erwachsenen von Modellcharakter(en) ausgehen, und im Rahmen all dessen soll sich dann bitte bewegt werden.

Von Trieben und Instinkten ganz zu schweigen. Also praktisch genau so wie in der „Killerspiel“-„Debatte“, die eigentlich auch schon alles andere als ein Diskurs auf Augenhöhe war – nur mit Gebotsandrohungen, statt vermeintlichen Verboten.

Ich soll also, wenn es um diese gewünschte „Erotik“ geht, wenn dann gezwungen werden mir genormte Zweierbeziehungen medial anzutun, und als Behinderter vielleicht noch Verrenkungen applaudieren – ganz abgesehen vom Fortpflanzungsethos, sexueller Orientierung oder Asexualität. Nur das wäre, im Sinne jener falschen Oberflächen, „tiefgründiger“ und „echt“. Alles andere wird gnadenlos niedergemacht – und dann noch womöglich noch über „Empathie“ phrasieren, zynisch von „Inklusion“ faseln.

Denn auch Sigusch hat die Asexualität schließlich nichts anderes als sexualisieren müssen, um sie in seine Dialektik zu pressen. Genau so wie die Homosexualität bei ihm „pervers“ blieb. Damit „wir“ trotzdem nicht als homophob gelten, sagt die „kritische“ Theorie gegen jegliche Selbstbefreiung, dieser Kommunitarismus, sind nur alle „pervers“ – so einfach wäre das mit den „Neosexualitäten“: es wird immer nur eine Norm angenommen und sich dann gegen diese gönnerhaft oder vorgeblich verständig aufgelehnt, ohne sich auch nur im entferntesten zu fragen wie unkritisch und einseitig diese „Kritik“ an allem und jedem, das und der vermeintlich geringer sei (wie in dem Fall Autosexualität und abschätzig behandelte Bedürfnisse Dritter), gegenüber einem eigenen, angenommenen Sein und/oder Leben eigentlich ist.

„Porno“. „Action-Porno“. „Feminismus“: in letzter Zeit hatte ich bei diversen Texten rund um diese sexnegative Dritte Welle, den Eindruck, dass die Dogmen ihres Gleichklangs bröckeln könnten, unter Umständen Selbstzweifel auftreten könnten, sich die große Ungerechtigkeit der eigenen Position langsam stillschweigend eingestanden werden könnte, wenn schon nicht laut werden würde, aber anscheinend ist die Ignoranz groß genug, dass das vorerst nicht eintritt, und so wird vermutlich weiterhin die Kamera, im Sinne eines Hanekes, sozusagen als Komplize jeglicher Verwerflichkeit „gegen“ die gewünschte Politik gedacht werden. Nur nicht bei den Kindersoldaten und Co., weil die ja nichts mit der im zaum gehaltenen Sexualität so zu tun hätten, sondern identitätsstiftend betroffen machen würden.

Und das führt schon weiter, denn bei der Ablehnung einer vielleicht höchstens pubertär bis surrogativ gesponnen Sexualität (oder vor allem früher: Gewaltdarstellung), bleibt der Text diesmal gar nicht stehen – fast notgedrungen möchte man meinen: denn in bester „süddeutscher“ Bernd-Graff-Manier spricht Wilhelm diesmal auch über „Geschwurbel“ in der Narration, sowie von „Halbzitaten“ – was auch immer diese sein sollen. Nachlese Behindertenfeindlichkeit

Dass es im Grunde einmal mehr um nichts anderes als genuine Fremdenfeindlichkeit geht, die schlichte Verachtung aller die mit ihren (aus Wilhelminischer Sicht demnach eher „Nicht-„)Leben nicht „dazugehören“ würden, zumindest nicht ernst genommen werden bräuchten, verrät schon der Titel mit dem Verweis auf ein „Kuriositätenkabinett“, und diverse Anspielungen wie „sonderbar“. Die Rede von einem „Kuriositätenkabinett“ kann zudem noch deutlich machen, worauf die Verwerfung von Interessen als Konsequenz hinauslaufen soll, nämlich schlichte Musealisierung.

In dem Fall könnte der Wunsch gar einfach eintreten, da „The Phantom Pain“ vielleicht wirklich das letzte (große) „Metal Gear“ sein wird, und ein Echo vergangener Videospieltage bleiben. Dann wäre sich nicht nur dessen Humor entledigt worden, sondern der Gleichklang könnte auch noch mehr durch den sozialdarwinistisch-brutalen Ernst eines „The Last of Us“, oder den Scherzen eines „GTA“, nachhaltig verstärkt, sowie endgültig ersetzt werden. Und im Falle von „GTA“ schließlich durch den Humor eines Propagandavehikels, dessen Feindbilder und Angriffsflächen stets klar sind, auch wenn sie verstohlen andere Namen tragen. Nur eines ist auch klar: eine solch genormte Videospielwelt ist sicherlich keine, der ich mehr folgen würde – das hat mir die Film- und Fernsehwelt bereits klargemacht.

Denn dass „Metal Gear“ gerade auch ein Diskurs über Normalität ist, mehr noch: spätestens seit dem ersten „Solid“ immer war, durchaus auch im dialektischen Sinn von Glück, Zufriedenheit und Schadlosigkeit (wie etwa beim Säulenheiligen aller „Kritiker“, Adorno), bleibt naturgemäß ebenso außen vor wie jegliches Verständnis für notgeile Frontschweine oder deren Persiflage, obwohl Kojima diese (auch) schon immer persifliert hat – das heißt selbst ohne hanebüchene Erklärungen dafür parat haben zu brauchen, aber wer weiß schon wie „gespannt“ dort Inhalte demnach überhaupt genutzt, wahrgenommen und rezipiert werden, während des „Spielens“ — so als ob Soldaten genug Sinn für, Zeit und Muße zum Schminken hätten.

Kommentar: ‚“Bollywood“ ohne „Vorbildung“??? Wie schon ohne, aber mit jeder Menge Urteilen gegen jegliche Fremdheit garniert Videospiele rezensiert werden, stellt dafür dieser Text unter Beweis. Und um das Spiel oder dessen Inhalte, Erklärungen, geht es da nicht

einmal, denn nicht jeder Mensch ist in der Lage oder auch nur gewillt, „die“ genormte Sexualität in dessen Sinne „auszuleben“, Fantasien zu „entfalten“. Wieso soll das wer tun wollen, nur um nicht eingeschränkt „tiefgründig“ gedacht zu werden?
Mit welchen Körpern/Funktionen/“Kompetenzen“? Was für Ideen über Leben sollen das eigentlich sein? Empörung mit der Umkehr eines Vorwurfs der „Verklemmung“ nicht zu begründen??
Fähigkeiten?? Was für „Halbzitate“ wären das? Außer Verhüllungsgeboten für Frauenfiguren und puritanischen Interpretationen: unter Voyeurismus verstehe ich im Gegenteil etwa das Suchen nach Nicht-Gezeigtem wie Verstecktem, egal ob sozial oder sexuell, nicht die einfache Darstellung eines Kostüms. Wie soll das überhaupt gehen…‘

Drei Repliken: ‚Doch wenn gleichwertig gedachte Körper

sich stattdessen aneinander reiben würden, wäre es kein anonymisierter „Rotz“, oder wie? So ungefähr?
Abgesehen von fadenscheinigen Begründungsversuchen, denn wenn normabweichende Sexualität akzeptierter wäre gäbe es diese kaum. Soviel zur hiesigen „Diversität“ und derlei „gefälschter“ Unmenschlichkeit.
Interessen und Zwischenmenschliches, sogar Leben, dermaßen ab- und einzugrenzen, auszusondern. Und dann wundern, wenn ich als Betroffener Behindertenfeindlichkeit vorwerfe. Ernsthaft jetzt?
Kleidung mit sexuelle Gewalt in eine „Kontext“-Verbindung zu bringen: damit Ablehnung zu evozieren und sublime Verachtung auszuüben, gegen alles und jeden das und der anders ist Unterstellungen auszusprechen, usw. Mag. Dr. phil. Jürgen Mayer, Historiker -‚ Beleg.

‚(…) Sie sehen eine „halbnackte“

die sich „rekelt“, andere eine Frau in Bewegung. Je nachdem ob derlei angesprochen sein soll, verhindert werden will, oder akzeptiert wird.
Ich wüsste zum Beispiel keineswegs, wie ich mich sonst verhalten könnte – auch bei Sonnenschein nicht.
Und genau dieses wird ebenfalls der vielbeschworene „Kontext“ sein, Sexualität sonst keinen brauchen. Bezeichnend: es wird nur über die normabweichende Kleidung einer einzigen Figur gesprochen, aber nicht über die Uniformen des großen Rests – geschweige denn der Gesellschaften von Soldaten und Söldnern in denen „Metal Gear“ angesiedelt ist. Insofern dürfte das Kostüm seine Zwecke mehr als erfüllt haben, auch wenn es sonst dazu eigentlich nicht viel zu sagen gäbe. In dieser Oberflächenwelt des Konsums -‚ P.S.: natürlich würde ich mich eher „räkeln“…

‚(…) Willfährige Hilfe: „GTA“ ist

auch so angepasst, sehr konformistischer Mainstream, dass es sich nicht einmal traut Apple oder New York beim Namen zu nennen. Genau wie hier über „Fallout 4“ im Rahmen von „Pornografie“ berichtet wurde, sich aber nicht gefragt was Konzerne wie Zenimax auf YouTube und Co. eigentlich alles verhindern, selbst – bis auf die wie üblich internalisierte Gewaltdarstellung – harmloseste Mitschnitte von Messen, sondern – analog zur US-Presse – nur gesagt was für „die Arbeit“ nicht geeignet wäre…
Und hier wird auch jedes Presse-Embargo strikt eingehalten, auf gewinnbringende Kooperationen noch und nöcher gesetzt, während gleichzeitig Figuren wie Snowden oder Assange gefeiert werden. Ein naturalistisches Weltbild ok, aber noch viel mehr Bigotterie -‚

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