Kommentar zur Berichterstattung über das Gewaltverbrechen in Oregon

Beim Standard: ‚“Ein Amoklauf mit mindestens neun Toten an einem College im US-Westküstenstaat Oregon könnte Augenzeugen zufolge möglicherweise einen religiösen
Hintergrund haben.“ Die Fragen, welche der Täter offenbar stellte, können genauso gut auf einen atheistischen, das heißt areligiösen Hintergrund deuten. Darüber hinaus soll der Täter Mitglied bei „Black Lives Matter“ gewesen sein, also ein rassistisches Motiv potentiell vorhanden
Doch die hiesig einseitige Viktimisierungspolitik ist ohnedies hinlänglich bekannt, weshalb wohl auch keineswegs daran gedacht wird sich vielleicht wenigstens ausnahmsweise einmal in Selbstkritik zu üben – zu fragen wohin eigener Hass und Hetze, sowie eigene Ausgrenzung und sozial sublime Vorurteile unter Umständen führen. Stattdessen wird das Verbrechen natürlich wie selbstverständlich für billige Agitation gegen das Second Amendment „genutzt“, besser: missbraucht.‘

Ergänzende Replik: ‚Die amerikanische Gesellschaft erscheint leider tief gespalten. Und Obama hat wohl wesentlich mit dazu beigetragen. Die demokratische Partei rückte in den letzten Jahren nachweislich immer weiter autoritär nach links, während sich die Republikaner

rechts ständig selbst überholten. Dass heute ein chauvinistischer Clown wie Donald Trump als Kandidat überhaupt diskutiert wird, hätte es zu Bush-Zeiten nicht gegeben
Es ist auch eine „kompetente“ Bildungskrise: ihre „Nachrichten“ holte sich die jüngere Generation zuletzt im „gewissenhaften“ Comedy-Format eines Jon Stewart ab, auch nur verkappt undogmatisch. Parallel zum größtenteils naturalistischem Wissenschaftsentertainment eines TED
Alles etwa mittels vollständig boulevardisierter Publikationen wie der Huffington Post, oder deren jüngerer Varianz VICE begreifbar: da gibt es nur noch ein einziges „uns“, „wir“, alle anderen werden gnaden- und rücksichtslos niedergemacht. Und all diese Ansätze sind auch schon längst nach Europa geschwappt.‘

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