Polternder Philosoph #2

Zu „Barbarei“, Gewaltmonopol, „Zivilgesellschaft“ und immer wieder diesem „wir gegen die anderen“: ‚“(…) die Polizeibeamten verdächtigt“ – unglaublich. Die „Polizeibeamten“ haben den Siebzehnjährigen ganz einfach umgebracht! Da gibt es nichts zu verdächtigen. Ja, Frau Künast, doch wieso sollen Ihre „Fragen“ überhaupt relevant sein – Beamte hatten

wohl jedes, auch moralische, Recht dazu. Wieso auch nicht?
Ständig sucht diese Gesellschaft im Rahmen einer Wettbewerbsethik nach ihrer vermeintlich günstigeren, sensibleren Position. Weil die Welt ansonsten ständig beschönigt wurde.
Doch Gewalt ist nunmal Bestandteil dieser Welt – auf der einen wie auf der anderen Seite, im Recht wie im Unrecht. Beim Monopol des Staates wie den „Terroristen und Psychopathen“. Nach dem Anschlag in Nizza hat es etwa geheißen, dass der Täter „neutralisiert“ worden wäre. Noch so ein Euphemismus
Wer heute im öffentlichen Raum auch nur den Anschein von „Aggressivität“ weckt, egal mit welchen Waffen, muss umgehend damit rechnen, dass auf seine oder ihre Person mit staatlich sanktionierter Gewalt geantwortet wird.

(…)

Deshalb stimmt es auch nicht, dass die Täter – wie gern behauptet wird – allesamt Feiglinge wären. Diese Behauptung lenkt nur ab, sie klingt gut, doch es ist nichts feige daran, am eigenen sicheren Tod. Doch natürlich ist der Terror auch kein “Kampf”

– hier versagt, über jeweilige Propaganda, Sprache vollends – dennoch gelte es diesen Mut der Täter zu verhindern, Freude am Leben zu bereiten – nicht Lust am Tod.

Zunächst ist der Terrorismus in dieser Form aber tatsächlich ein Männerproblem. Dass Täter häufig der Demoskopie „junge Familienväter“ angehören auch interessant.

Was bringt die Terroristen dazu, dass sie sich vom Diesseits dermaßen abwenden, und dem Jenseits zu: ist es nicht vielmehr so, dass sich um sie niemand gekümmert hat. Dass sie zu keiner repräsentativen Gruppe zählen, der eine utilitaristische PR-Welt etwas bringt. Dass Konzepte der Diversität aus Inklusion etc. bei ihnen nicht gegriffen haben, so dass sie mit dieser Welt nicht zufrieden sind, sowie glücklicher darin.

Dabei kann sich auch die bittere Frage gestellt werden, weshalb es oft gerade Orte trifft an denen sich gemeinschaftlich vergnügt wird – was diese Gemeinschaftlichkeit bedeutet.

Es gilt dieses metaphysische Vakuum mit Liebe zu erfüllen und die Herzen zu erreichen. In einer zutiefst techno-szientistischen Welt der zertifizierten Kompetenzen, von Fähigkeiten kann anscheinend weder der Materialismus, noch der Kapitalismus oder Konsum etwas befriedigen das dem Terrorismus in dieser Form inne wohnt, im Verborgenen schläft, erst blutig erwacht.
Der „Islamische Staat“ ist ein pseudoislamischer Staat. Der Terrorismus in dieser Form vielmehr ein „Kampf“ gegen die vorhandene Welt an sich, das Dasein selbst. Und dem sollten sich „unsere“ Gesellschaften stellen.‘ Zweiter Teil erweitert, manche Gedanken wurden bereits am 16. Juli formuliert.

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