Taten und Bilder

Kommentar im VDVC-Forum: ‚Medien wurde kaum je unterstellt ein „Motiv“ für Gewaltverbrechen zu sein. Das war bei Ursache und Wirkung zu praktisch keinem Zeitpunkt gemeint. Die Bilder wurden lediglich als Vorbilder gesehen, wenn dann zur Identifikation verwendet. Angefangen beim „Fänger im Roggen“.

Neu ist vor allem, dass diese Verwendung jetzt offensichtlich als Missbrauch problematisiert wird, während es in früheren Zeiten (vor den sozialen Medien und dem E-Sport als ökonomischem Faktor) oft schon an irgendeiner Begründung, also der Rechtfertigung für diese Bilder, scheiterte: das entbehrt nicht einer gewissen Ironie, denn die welche da jetzt mit ihren Anwälten drohen hätte es früher einfach nicht gegeben – sie haben es in der Gesellschaft mit genau diesen Bildern weit gebracht, auch wenn sie als „Sport“ vielleicht abgeschwächt werden (wo Gewaltdarstellungen eher störend sind), aber sie sind damit ökonomisch erfolgreich gewesen und befinden sich nun in einer ganz anderen Machtposition.
(Einseitige) Wissenschaft, Medien und Politik gingen vielmehr von einem mechanistischen Prinzip aus, das in (anderer Labor-)Wissenschaft wiederum eher als Korrelation relativiert wurde.
Mit der Motivlage, oder der Motivation, hat das überhaupt nichts zu tun – die interessierte früher nur scheinbar weniger. Denn schon Littleton konnte diesbezüglich sogar bereits als rechtsextremes Verbrechen, als rechtsterroristischer Anschlag im Kontext eines wie auch immer popularisierten Neonazismus, einer mehr oder weniger ausgeprägten Misanthropie, gelten. Nur soziale Zuschreibungen wie heutzutage „Alt Right“ gab es damals noch nicht.
Selbst die deutschsprachige Wikipedia ist hier (enzyklopädisch) unmissverständlich: https://de.wikipedia.org/wiki/Amoklauf_an_der_Columbine_High_School#Tatmotivation

Nachlese

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