Neue Standard-Kommentare zur (systematischen) Ausgrenzung und tatsächlich „menschenverachtenden“, sozialen Gewalt

Kommentar: ‚1/2 Die deutsche Anerkennung vor vielen Jahren (Aufnahme der Branchenvertretung in den Kulturrat) hat in erster Linie Preise und Förderungen (auf Bundesebene und in den Ländern) legitimiert, sowie nicht unbedingt zu mehr gesellschaftlicher Akzeptanz

geführt. Ich sollte leider davon überzeugt sein, dass das (nämlich Geld) auch hier der treibende Motor dahinter ist: im Sinne des Slogans „Videospiele für alle“, um den es dabei immer mit geht, wären dabei auch ehemalige Staatsspitzen wie Ex-Kanzler Kurz (Candy Crush) und Herr Strache (Clash of Clans) angeblich „Gamer“. Also ich kann mittlerweile darauf verzichten ein Medium zu fördern, dass sich im gleichförmig großen Geschäft bislang nur unzureichend vom Glücksspiel abgrenzt, aber darum geht es hier nicht: vielmehr um eine Clique von Leuten die seit Jahr und Tag diesbezüglich breitenwirksam publiziert, Stimmung macht und das Medium wie keine zweite Kulturindustrie einseitig vereinnahmen möchte. Und das gelang in diesem Kulturbetrieb auch.

2/2 Es handelt sich erfahrungsgemäß um Leute deren Publizistik die immer gleichen Texte nur geringfügig modifiziert anbietet, zuletzt etwa bei Anetta Kahane, aber kommerziell reproduziert – auch hier im Standard… Nichts daran neu, überraschend, oder

besonders kreativ zu nennen: keine anderen Sichtweisen auf das Medium werden zugelassen, alle anderen diffamiert, verhöhnt, verleumdet, mit „übler Nachrede“ belegt, eingeschüchtert, ins Lächerliche gezogen oder mit Unverständnis „bemitleidet“. Weder Emanzipation noch Inklusion ihnen authentisch ein Anliegen, geschweige denn der Pluralismus. Und gäbe es einmal wirklich etwas zu „kritisieren“ (wie beim „IS Defense“), schweigen sie… Diese „Freundschaften“ sind „Anbräuner“ im Sinne Ernst Jüngers und Neo Rauchs, im Sinne von Karl Popper die Feinde einer offenen Gesellschaft: sollen sie in ihren neoliberalen Fachhochschulen und „progressiven“ Echokammern verbleiben, aber bitte so wenig öffentliche Mittel missbrauchen können wie möglich – danke…

Darüber hinaus schlug Österreich mit der Positivprädikatisierung im pädagogischen Bereich in der Amtszeit Ursula Haubners einen dezidiert anderen (und wie ich meinen möchte auch wesentlich erfreulicheren) Weg ein: Haubner klassifizierte das Medium damals bereits als „Jugend-Kulturgut“.‘ Erwähntes Dossier – erst jetzt, über fünf Jahre später, taucht „IS Defense“ (nachträglich) in einem dieser Texte auf. Skandalisiert wurde zwischenzeitlich anderes. Nachlese 2019 BuPP.at

Weitere Hintergründe: 1, 2, 3, 4

Nachtrag 23. April (von Steam – nicht öffentlich): ‚Abgesehen von der Kulturfrage – wenn die kolportierten Zahlen zu „Candy Crush“ & Co. auch nur annähernd stimmen lässt sich das Medium so auch ökonomisch ganz bestimmt nicht mehr auf einen Nenner bringen: ich weiß zwar nicht wo das ganze Geld dort hingeht, weil in die Produktion kann es aus meiner Sicht praktisch nicht zurückfließen, aber dann ist sowieso von zwei Industrien auszugehen – oder können die traditionell vertriebenen Spiele, siehe den Activision-Verkauf mit King, nur mehr eine untergeordnete Rolle spielen. Hinzu kommt, dass etwa die NPD-Daten für Amerika schon länger nicht mehr aussagekräftig sind, da sie keine Downloads berücksichtigen (ganz abgesehen von der Cloud oder Abonnements).

Und diese „digitalen“ Verkäufe sind insgesamt höchst intransparent: Leute wie Neufeld sind zwar eher an Game Jams oder Games for Good (nomen est omen) interessiert und kümmert das alles vermutlich nicht, aber sie verschliessen sich so halt ebenfalls bestimmten Realitäten. Hinzu kommt ein spezifisch österreichisches Problem aus dem Bereich der bildenden elektronischen Kunst, dass sich nämlich dem Medium als „Spiele“ über den Prix Ars Electronica in Linz eigentlich prädestiniert angenommen hätte werden können – was über Jahrzehnte hinweg überhaupt nicht geschah, aber dieses Fass wollte ich nicht auch noch aufmachen (oder offen halten). Im Hinterkopf spielt das jedoch zweifellos die Hauptrolle.‘

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